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An der THM sollen, je nach Infektionslage, möglichst viele Veranstaltungen vor Ort stattfinden. Aber auch im digitalen Bereich hat die Hochschule aufgerüstet. ARCHIVFOTO: NICI MERZ

Für sichere Lehre in mehr Präsenz

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Friedberg/Gießen (pm). Das dritte überwiegend digitale Semester an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) geht zu Ende. »Wir sind stolz darauf, dass wir die damit verbundenen Herausforderungen gemeinsam sehr gut gemeistert haben«, sagt Prof. Katja Specht als Vizepräsidentin für Studium und Lehre und Mitglied des Corona-Krisenstabes. Dass die Hochschule bislang mit so hoher Sicherheit durch die Pandemie gekommen ist, sei dem besonnenen Verhalten der Lehrenden, Beschäftigten und der Studierenden zu verdanken, ergänzt Kanzler Prof.

Olaf Berger als Leiter der Verwaltung.

Der Krisenstab arbeite derzeit an den Plänen für das Wintersemester - dies unter der Prämisse, mehr Lehre in Präsenz ermöglichen zu wollen und nach den Vorstellungen des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst auch zu sollen, heißt es in einer Pressemitteilung der THM.

System, über das man Plätze bucht

»Wir möchten so viel Präsenz wie möglich und verantwortbar«, sagt THM-Präsident Prof. Matthias Willems und schränkt zugleich ein: »Die Infektionslage im Herbst und Winter ist derzeit aber noch überhaupt nicht abschätzbar.« Mit den Dekanaten stimme sich der Krisenstab daher ab, wie Veranstaltungen weitgehend hybrid angeboten werden können. »Für die Studierenden muss eine gewisse Verlässlichkeit und Studierbarkeit gewährleistet bleiben«, mahnt Willems. Insbesondere auch, weil mit den »neuen Erstsemestern« ein Jahrgang sein Studium aufnehme, der bereits den überwiegenden Teil der Oberstufenzeit mit dem Lernen zu Hause habe verbringen müssen.

Laut THM-Mitteilung ist geplant, zum Wintersemester ein Buchungssystem für beschränkt vorhandene Plätze in den Hör- und Übungssälen und eine App zur Kontaktnachverfolgung einzuführen. Mit diesem Konzept könne die maximale Anzahl der buchbaren Sitzplätze je nach Infektionslage kurzfristig angepasst werden. »Wir denken an ein ›atmendes System‹, über das die Belegung der Plätze vor Ort je nach Infektionslage erhöht oder reduziert werden kann«, erklärt Katja Specht.

Zudem wurden und werden einige Hörsäle an allen Standorten mit vollautomatischen Übertragungssystemen ausgestattet, und es sind bereits mobile Ausstattungssets zur Ausgabe an Lehrende bestellt. Schließlich sei auch die Öffnung der Bibliothek mit Platzreservierung in Vorbereitung.

Dekanate sollen jeweils entscheiden

Darüber hinaus müsse die Öffnungsstrategie nicht nur der pandemischen Lage, sondern auch individuell nach Fachgebiet und Raumverfügbarkeit angepasst werden: Einige Studiengänge verlangen etwa durch Laborphasen stärker nach Präsenz. Die Entscheidung über die konkrete Öffnungsstrategie der Fachbereiche und die Formate - in Präsenz, online oder hybrid - pro Lehrveranstaltung obliege daher den Dekanaten, betont Willems. Unterstützung für die Umsetzung hybrider Angebote, technisch wie auch didaktisch, erhalten sie durch das E-Learning-Team der Hochschule und durch THM-Mitarbeiter im hessischen Verbundprojekt »Digital gestütztes Lehren und Lernen«, damit der Semesterstart gelingt.

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