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Auch der DLRG-Wasserrettungszug unterstützt die Hilfsmaßnahmen in den Hochwassergebieten.

Für Nothilfe in Bereitschaft

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Wetteraukreis (pm). Die Hochwasserkatastrophe in Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat auch zahlreiche Wasserrettungszüge des Katastrophenschutzes aus Hessen gefordert. Mit dabei war auch der 1. Wasserrettungszug des Wetteraukreises. Dieser rekrutiert sich aus den DLRG-Ortsgruppen aus Butzbach, Friedberg-Bad Nauheim und Nidda.

Neben den mitgeführten Booten sind besonders die mobilen Strömungsretter mit ihrer Ausrüstung auf Hochwasserlagen spezialisiert. Auf Anforderung des Landes Nordrhein-Westfalen wurden neben der Einheit aus dem Wetteraukreis auch weitere Wasserrettungszüge aus ganz Hessen im Rahmen der Katastrophenschutzhilfe von Freitag, 16. Juli, bis zum Sonntag, 18. Juli, in einen Bereitstellungsraum an der Messe in Düsseldorf verlegt.

Dieser Sammelraum mit seiner vorhandenen Infrastruktur galt als hochwassersicher. Hier wurden alle Kontingente aus Hessen gebündelt und je nach Auftragsvergabe gezielt in die betroffenen Hochwassergebiete verlegt. Dies betraf insbesondere die Kräfte des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr.

Die Wasserrettungszüge aus Hessen wurden überwiegend nicht eingesetzt. Lediglich der Zug aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf leistete Hilfe zur Befreiung von drei Lkw--Fahrern auf der überschwemmten Autobahn 1.

Entwarnung an den Talsperren

Vor dem Hintergrund der großen ablaufenden Wassermengen drohten jedoch verschiedene Talsperren in Nordrhein-Westfalen unkontrolliert überzulaufen oder gar zu brechen. Um schnell und gezielt auf die dynamische Lage reagieren zu können, wurden deshalb die weiteren Wasserrettungszüge im Bereitstellungsraum in Alarmbereitschaft gehalten.

Am Sonntagmorgen konnte jedoch an allen kritischen Talsperren Entwarnung gegeben werden. Somit war kein weiterer Einsatz für die Helfer vom DLRG notwendig. Am Sonntag wurden alle hessischen Wasserrettungszüge geschlossen aus dem Einsatz entlassen und traten die Rückkehr in ihr Heimatland an.

Der 1. Wasserrettungszug wurde bei seiner Rückkehr in der Wetterau durch Vertreter des DLRG-Bezirks Wetterau-Vogelsberg begrüßt. Bezirksvorsitzender Claus Protzer dankte für den Einsatz und war angesichts der Geschehnisse in den betroffen Gebiete über die wohlbehaltene Rückkehr aller eingesetzten ehrenamtlichen Helfer sehr erleichtert. Weiter überbrachte er auch die Grüße des Magistrats der Stadt Friedberg sowie des Friedberger Bürgermeisters Dirk Antkowiak. Beide zeigten sich sehr dankbar für die erbrachten Leistungen.

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