Für mehr Lebensrealität

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Wetteraukreis (pm). Cenk Gönül, Wetterauer Direktkandidat der Freien Wähler bei der Bundestagswahl, sorgt sich um das Portemonnaie der Deutschen. »Während sich die großen Parteien in Berlin mit Wahlkampfversprechen nur so überbieten, fragen sich die Bürger, wie sie das alles eigentlich bezahlen sollen.« Arbeitnehmer, die auf ihr Fahrzeug angewiesen seien, könnten sich einen Benzinpreis von zwei Euro pro Liter kaum mehr leisten.

»Nicht jeder kann auf den ÖPNV umsteigen, der heute schon heillos mit der Anzahl der Fahrgäste überfordert ist und aus allen Nähten platzt.« Der Grünen-Vorschlag, Ausgleichsschecks am Jahresende zu versenden, werde schon in der Umsetzung scheitern. »Außerdem wäre es das erste Mal, dass wir in Deutschland einmal eingenommene Steuern wieder zurückzahlen«, sagt Gönül und erinnert an den Solidaritätszuschlag, der immer noch besteht. »Klimaschutz ist eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit«, unterstreicht er. Bei der Umsetzung könne man die Bürger:innen aber nicht alleinelassen. »Hier braucht es realistische und finanzierbare Lösungen.«

Genauso sei es beim Thema Wohnen. Der Traum vom Eigenheim dürfe nicht nur für Besserverdiener möglich sein. »Wir fordern bezahlbaren Wohnraum für alle Bürger:innen«, erklärt Gönül. So sollte das erste Eigenheim grunderwerbsteuerfrei sein. Die eigene Wohnung oder das eigene Haus müssten als eine vierte Säule im Rentenmodell installiert werden. »Gleichzeitig muss die Schaffung von sozialem Wohnraum endlich umfassend angegangen werden. Stattdessen investieren Städte wie Reichelsheim in hochwertige Mietobjekte, die sich viele Bürger:innen nicht leisten können.« Außerdem müsse verstärkt auf Zwei- bis Drei-Familien-Häuser gesetzt werden, um die Flächenversiegelung zu minimieren.

Ein Mietendeckel sei der falsche Hebel gegen steigende Mieten. So würden Investoren verschreckt, Investitionen in den Klimaschutz gebremst. Gönül: »Wir müssen im Gegenteil dafür sorgen, dass mehr Wohnraum geschaffen wird. Bei einem großen Angebot reguliert sich der Preis über den Markt. Daher brauchen wir für den deutschen Wohnungsmarkt endlich eine abgestimmte wohnungspolitische Strategie, die von Bund, Ländern und Kommunen gemeinsam getragen wird.«

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