"Ich packe meinen Koffer": Nach diesem Spielprinzip ist ein hessenweites Autorenprojekt entstanden. Jeder der 15 Autoren erzählt die Geschichte eines anderen Autors weiter. In der aktuellen Staffel von "DerNächste, bitte - Hessisch Holiday Edition" wollen alle Beteiligten Urlaubsfeeling für zu Hause bieten.
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»Ich packe meinen Koffer«: Nach diesem Spielprinzip ist ein hessenweites Autorenprojekt entstanden. Jeder der 15 Autoren erzählt die Geschichte eines anderen Autors weiter. In der aktuellen Staffel von »Der Nächste, bitte - Hessisch Holiday Edition« wollen alle Beteiligten Urlaubsfeeling für zu Hause bieten.

Prinzip »Ich packe meinen Koffer«

Friedberger mit Podcast: Interaktives Autorenprojekt »Der Nächste, bitte - Hessisch Holiday Edition« startet

  • Sabine Bornemann
    vonSabine Bornemann
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Thorsten Fiedler hat sich ein Schreib-Projekt ausgedacht: Bei »Der nächste, bitte« wird eine Geschichte von mehreren Autoren geschrieben. Henni Nachtsheim und Tim Frühling machen auch mit. Am Sonntag geht es interaktiv und online los.

Wenn einem nichts mehr einfällt beim Schreiben, dann schreibe ich darüber.« Das ist der zentrale Satz aus Thorsten Fiedlers Podcast-Sequenz. Der Autor ist Vorstandsvorsitzender der Eurogarant Auto Service AG aus Friedberg und mit seinen Offenbach-Krimis bekannt geworden. Er ist Teil eines hessenweiten Autorenprojekts »Der Nächste, bitte«. Gesucht wurden 15 bekannte hessische Autoren, die nach dem Prinzip des Spiels »Ich packe meinen Koffer« eine Geschichte immer weitererzählen. Mit dabei sind auch Henni Nachtsheim, Tim Frühling, Daniel Holbe oder Ivonne Keller. Am Sonntag, 19. Juli, geht es los - interaktiv und online.

Die Idee zu dem Projekt »Der Nächste, bitte - Hessisch Holiday Edition« hatten die Autoren Susanne Reichert, Meddi Müller und Andreas Heinzel. Sie haben Thorsten Fiedler direkt gefragt, ob er mitmachen möchte. »Wir wollen in Corona-Zeiten den Menschen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern und ihnen Urlaubsfeeling für zu Hause bieten«, sagt er. Das geht, da alle Autoren ihre Episode lesen, aufnehmen und bei Youtube, auf der Projekt-Homepage und Facebook online stellen.

Die Facebook-Community hat einen größeren Anteil an dem Projekt, denn durch die User bekommen die einzelnen Autoren Stichwörter geliefert, die sie dann in die Geschichte einbauen müssen.

Zu Anfang gibt es eine grob gesteckte Rahmenhandlung: Ein Shuttleboot fährt mit Leuten auf eine Südseeinsel und vergisst, die Menschen wieder mit zurückzunehmen.

Literarisches Experiment

Das dürfen die Autoren dann mit Leben füllen: Namen, die weitere Handlung - alles ist möglich und erlaubt. Allerdings: In 3000 Zeichen im Manuskript muss alles erzählt sein. Etwa sieben Minuten wird dann gelesen.

Jeder Autor hat zwei Tage Zeit, die Geschichte des Vorgängerautors weiterzuschreiben. Wenn alles fertig ist, wird gelesen, davon ein Video gedreht und schließlich hochgeladen. »Es ist ein literarisches Experiment, eine Mischung aus Comedy und Improvisationstheater«, erklärt Fiedler.

Es ist bereits die zweite Staffel des Projekts. »Die erste in Corona war so erfolgreich, dass es weitergehen sollte«, sagt Fiedler. Ab Sonntag, 19. Juli, um 18 Uhr geht alle zwei Tage eine neue Episode online. Um das Projekt noch etwas interaktiver zu machen, hat Autor Meddi Müller auf www.dernaechstebitte.com alle Autoren mit Einzelbildern und einem Lebenslauf verlinkt, dazu noch einen Podcast zu den 15 Autoren gedreht. Jeder Autor musste einen vorgegebenen Satz vervollständigen. Fiedler bekam den Satz: »Wenn Dir nichts mehr einfällt beim Schreiben«. Und vervollständigte: »dann schreibe ich darüber.« Was er genau für das Projekt schreiben wird, weiß er noch nicht genau. Er ist gleich der zweite der 15 Autoren, der dran ist. Den Anfang macht Meddi Müller, von ihm übernimmt Fiedler. »Jetzt schon eine Handlung schreiben oder Figuren entwickeln bringt nichts. Ich weiß ja nicht was Meddi mir hinterlässt.«

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