Trotz Corona ist am Mittwoch in der Bad Nauheimer Stresemannstraße noch einiges los gewesen.
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Trotz Corona ist am Mittwoch in der Bad Nauheimer Stresemannstraße noch einiges los gewesen.

Endlich zu Hause bleiben

Friedberger Arzt schlägt Corona-Alarm: Schockiert über Verhalten

  • Christoph Agel
    vonChristoph Agel
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Noch immer gibt es nach Ansicht von Hausarzt Dr. Wolfgang Pilz zu viele Menschen, die Corona auf die leichte Schulter nehmen. Der Ockstädter Mediziner warnt eindringlich.

Hausarzt Dr. Wolfgang Pilz gehört zu den Menschen, die Tag für Tag an der Corona-Front kämpfen. Am Mittwoch wandte er sich mit einem eindringlichen Appell an die WZ. Trotz aller Warnungen vor der weiteren Virus-Verbreitung verhalten sich nach Ansicht von Pilz immer noch zu viele Menschen zu leichtsinnig.

Coronavirus: Dunkelziffer sei zehnmal höher

Beim Blick in die Friedberger Kaiserstraße sei er schockiert gewesen, sagte der Hausarzt. Wenn jene Leute im Laufe der Woche ihr Verhalten nicht bessern und endlich zu Hause bleiben würden, dann müsste dringend der nächste Schritt beschlossen werden: Nur noch Arztpraxen, Apotheken und Supermärkte dürften dann öffnen dürfen. Völlig unverständlich sei, dass jetzt noch Friseursalons geöffnet hätten. Pilz sprach über die verheerende Situation in Italien, wo Ärzte alte Menschen nur noch zum Sterben ablegen könnten, weil keine Kapazitäten mehr da wären. Vor diesem Hintergrund müsse hier dringend reagiert werden.

Die Dunkelziffer der Infizierten sei mindestens zehnmal so hoch wie die offiziellen Zahlen, sagte Pilz. »Es laufen ganz viele Zeitbomben da draußen rum, denen man es nicht an der Nasenspitze ansieht. Der normale Mensch muss jetzt mitbekommen, dass es um die Wurst geht.«

Aber nicht nur in der Wetterau halten sich die Menschen nicht an die Vorsichtsmaßnahmen. Unterdessen ruft das Deutsche Rote Kreuz dringend zu Blutspenden auf. Die Blutkonserven werden dringend benötigt.

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