Ein sommerliches Bild ohne Corona: Bei allen drei "Fionrir"-Büchern haben die Freunde zusammengearbeitet (v. l.): Illustrator Norman Heiskel, Autor Andreas Arnold und Verleger Thorsten Zeller. Gemeinsame Sache ist auch das neue Hörbuch.
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Ein sommerliches Bild ohne Corona: Bei allen drei "Fionrir"-Büchern haben die Freunde zusammengearbeitet (v. l.): Illustrator Norman Heiskel, Autor Andreas Arnold und Verleger Thorsten Zeller. Gemeinsame Sache ist auch das neue Hörbuch.

Abenteuer eines Drachen

Friedberger Andreas Arnold bringt "Fionrirs Reise" als Hörbuch raus

  • Sabine Bornemann
    vonSabine Bornemann
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Der Friedberger Autor Andreas Arnold hat die Abenteuer seines Drachens Fionrir im Tonstudio eingelesen. Herausgekommen ist ein Hörbuch, das Arnold sogar von einem "Sprachfehler" befreit hat.

Die Kabel hängen an spitzen Eckzähnen. Drache Fionrir hat Kopfhörer im Maul. Seine Abenteuer sind jetzt als Hörbuch erschienen. Eingelesen hat es Fionrirs "Papa" Andreas Arnold. Nach unzähligen Stunden im Friedberger Tonstudio Breadmaker von Moritz Herrmann ist zusammen mit Thorsten Zeller vom Reimheim-Verlag und Illustrator Norman Heiskel das sieben Stunden lange Hörbuch zum Buch "Fionrirs Reise" fertig. Es ist als CD im mp3-Format erschienen und über den Buchhandel erhältlich. Außerdem ist es als digitales Produkt über Plattformen wie Spotify zu hören.

Nachhaltigkeit war den Machern besonders wichtig. "Die CD-Hülle zum Aufklappen ist plastikfrei gewählt. Die CD steckt in einer Karton-Hülle ohne Plastikhalterung", sagt der Friedberger Verleger Thorsten Zeller, der seit Jahren mit Andreas Arnold und Illustrator Norman Heiskel aus Oberursel zusammenarbeitet. "Das Layout ist genau abgestimmt, kleine Details zum Entdecken sind drin und natürlich Normans Zeichnungen mit in Szene gesetzt. Buch und Hörbuch sollen und müssen im Wettbewerb durch liebevolle Gestaltung und qualitativ einwandfreie Herstellung bestehen", weiß Zeller.

Das Hörbuch ist die ungekürzte Fassung des ersten Buchs um den kleinen Drachen Fionrir. Eigentlich hätte es schon im Frühjahr fertig sein sollen, aber Corona und der erste Lockdown haben das Projekt etwas verlangsamt, sagt Autor Arnold. Er hat in Moritz Herrmanns Tonstudio Breadmaker viele Stunden verbracht und den Charakteren seiner Geschichte Stimmen gegeben.

Mit einem geschulten Ohr

Alles "nebenberuflich", er hat also oft abends und nach dem Job im Studio gestanden. Manchmal drei bis vier Stunden am Stück, bis alles gepasst hat. Geholfen haben immer das "geschulte Ohr" von Tontechniker Herrmann und dessen technisches Wissen und Fähigkeiten.

Es ist zwar kein Hörspiel, aber Herrmann hat einige leichte Effekte in die Lesung eingebaut. So klingt die Stimme eines Hasen, der aus einem Rucksack spricht, etwas dumpfer. Es gibt sogar ein Titellied. Die vielen Frauenstimmen im ersten Teil der Fionrir-Triologie waren eine richtige Herausforderung für Andreas Arnold. Immer wieder musste er eine andere Tonlage oder Stimmung einnehmen.

Obwohl Arnold als Poetry-Slammer sprech- und bühnenerfahren ist, hat das Hessische ihm immer wieder kleine Probleme gemacht. "Regelmäßig hörte man bei mir das ›D‹ beim Wort "und" nicht. Das hat Moritz herausgehört." Viele Korrekturen hatten schließlich Einfluss auf Andreas Arnolds "Alltagssprache": "Jetzt spreche ich ein deutliches ›D‹" und ein komplettes ›und‹", meint er lachend.

Durch das Feedback bei vielen Lesungen - die er pandemiebedingt oft virtuell gehalten hat - ist er auf die Idee zu einem weiteren Fionrir-Projekt gekommen. Er schreibt derzeit an Kurzgeschichten. Darin sollen Erzählstränge vor dem ersten Teil, nach dem dritten Teil oder auch die Erlebnisse einzelner Figuren weitererzählt werden. Arnold hofft, diese 2021 veröffentlichen zu können.

So soll es weitergehen

Vorstellen kann er sich auch, das zweite und dritte Buch als Hörbuch einzulesen. "Die Nachfrage nach Hörbüchern steigt. Immer mehr Menschen lesen, wollen aber auch gerne Literatur hören", sagt der Autor. Das haben ihm Erwachsene und Kinder zurückgemeldet, die Fionrirs Abenteuer gerne gemeinsam oder zum Einschlafen hören wollen.

Ganz entspannt hören - gerade in der aktuellen Situation. Und wenn alle wieder viel zu Hause sind, nicht mit Kopfhörern zwischen den Zähnen (wie der kleine Drache auf dem Cover), sondern auf den Ohren.

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