Über 40 Teilnehmer haben Müll gesammelt.	FOTOS: LOD
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Über 40 Teilnehmer haben Müll gesammelt. FOTOS: LOD

»Friedberg ist sauberer geworden«

  • vonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Nach den enormen Regenfällen führt die Usa viel Wasser, das schnell Richtung Wetter fließt. »Heute geht mir hier keiner rein, auch nicht mit Watthosen. Das ist viel zu gefährlich,« verkündete Vorsitzender Wolfgang Heisig zum Auftakt der Reinigungsaktion des Angelsportvereins (ASV) Friedberg und Umgebung. So wurde erstmals seit Jahren nicht im Fluss, sondern nur entlang der Usa Müll eingesammelt. Heisig begrüßte am frühen Nachmittag über 40 Teilnehmer vor dem Gelände des Fauerbacher Schützenvereins, darunter Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und zahlreiche Nichtmitglieder wie der neunjährige Felix Pfabe aus Assenheim. »Er wollte unbedingt mitmachen«, sagte Mutter Andrea. »Ich habe das in der Zeitung gelesen und finde es gut, Müll zu sammeln«, ergänzte Sohn Felix. Die Familie wohnte längere Zeit in Friedberg und hat noch einen Schrebergarten nahe der Usa.

Bevor Heisig die Teilnehmer in vier Gruppen einteilte, hatte er noch eine freudige Botschaft: »Es gibt dieses Jahr viel weniger Müll. Friedberg ist sauberer geworden«, verkündete der ASV-Vorsitzende, der tags zuvor die Usa zwischen Gießener Straße und der Usabrücke bei Ossenheim mit dem Rad abgefahren war.

Autoreifen und Schnapsflaschen

Ein Grund für den Müll-Rückgang vor allem im Biotop gegenüber des Schützenhauses ist ein neu errichteter Zaun, der verhindert, dass Umweltsünder mit dem Auto an die Usa fahren und große Gegenstände wie Kühlschränke abladen können. Heisig: »Ein kleiner Zaun mit großer Wirkung.« Lob für die Aktion, aber auch für die Betreuung der Fließgewässer in und rund um Friedberg sowie für die Vereinsanlage am Strassheimer Teich gab es von Stadtverordnetenvorsteher Hollender. »Wir sind für die Stadt immer da«, antwortete Heisig, der schon am Vormittag einen »Sondereinsatz« mit Bürgermeister Dirk Antkowiak absolviert hatte, da dieser am Nachmittag andere Termine wahrnehmen musste. »Wir waren schon erfolgreich«, sagte Heisig und zeigte auf einen Müllhaufen unter anderem mit einem Trampolin, Teilen eines Gewächshauses und eines Sonnenschirms, die das Duo rund um das Schützenhaus gefunden hatte.

Zu den »Besonderheiten«, die in den folgenden zwei Stunden eingesammelt wurden, zählten zwei Autoreifen, ein Handy, Schnapsflaschen aller Art, darunter 26 Wodkaflaschen in der Nähe der Gießener Straße. Mit dem Klein-Lastwagen des Bauhofs, den die Stadt alljährlich zur Verfügung stellt, holte ASV-Mitglied Markus Klug die mit Kleinmüll, darunter jede Menge Hundekotbeutel mit Inhalt, gefüllten blauen Müllsäcke und die größeren Müllteile ab und brachte sie zum Container. Nach der Sammelaktion trafen sich die Teilnehmer zu einem Imbiss am Ausgangspunkt. Die Stadt hatte die Getränke und belegte Brötchen gestiftet, und die Fauerbacher Filiale der Bäckerei Schmidt hatte einmal mehr zwei Kisten voller Stückchen zur Verfügung gestellt.

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