FDP-Besuch bei der Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH (v. l.): Dr. Markus A. Schmidt, Victoria Adouvi, Siegfried Köppl, Dr. Jochen Meier, Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger. FOTO: PM
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FDP-Besuch bei der Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH (v. l.): Dr. Markus A. Schmidt, Victoria Adouvi, Siegfried Köppl, Dr. Jochen Meier, Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger. FOTO: PM

Mit was Friedberg punkten kann

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Friedberg(pm). Die Zukunft Friedbergs ist das Thema eines Treffens der Friedberger FDP mit den beiden Geschäftsführern der Wirtschaftsförderung Wetterau GmbH (WFG), Bernd-Uwe Domes und Klaus Karger, gewesen. Denn Friedberg hat nach Überzeugung der WFG und der Liberalen aus der Kreisstadt alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft.

"Friedberg mit seiner Umgebung ist einer der interessantesten Potenzialräume in ganz Deutschland", sagte Domes. "Die Nähe zum Metropolkern Frankfurt, die direkte Nachbarschaft zur Kurstadt Bad Nauheim, die Technische Hochschule Mittelhessen vor Ort und die ehemaligen Ray Barracks als eines der attraktivsten zu entwickelnden Areale im Rhein-Main-Gebiet sind nur vier von zahlreichen guten Argumenten, mit denen Friedberg für sich punkten kann", ergänzte Karger.

Er und Domes haben die WFG in den letzten Jahren auch zu einem Kompetenzzentrum für nachhaltige kommunale Entwicklung ausgebaut. Im gesamten Wetteraukreis berät und kooperiert die WFG mit Städten und Gemeinden, um deren Wirtschaftskraft und Lebensqualität zu sichern und auszubauen. Im Gespräch hoben Karger und Domes insbesondere die mehrjährige Zusammenarbeit mit den Kommunen Butzbach, Nidda und Ortenberg hervor. Diese drei Kommunen hatten sich auf Initiative der WFG hin gemeinsam erfolgreich an dem Bundesforschungsprojekt "Kommunen innovativ" beteiligt. Aufbauend auf den daraus gewonnenen Erkenntnissen sei die Bereitschaft gewachsen, sich anschließend mit maßgeblicher Unterstützung der WFG für Städtebauförderprogramme zu bewerben.

Welche Rolle die Ex-Kaserne spielt

Für Friedberg und die Region registrieren Domes und Karger laut Pressemitteilung der FDP Friedberg ein steigendes Interesse von Unternehmen, die sich gern hier ansiedeln würden. "Das sind Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Bereichen", sagte Karger. "Technologie- und IT-Firmen sowie Biotech-Unternehmen sind genauso darunter wie Dienstleister, Logistikunternehmen und Daten-Center."

Bei der Suche nach dem geeigneten Standort spielten oftdie Nähe zum Metropolkern, die Verkehrsanbindung und die schnelle Flächenverfügbarkeit eine große Rolle.

"Je länger sich die Erschließung der ehemaligen Ray Barracks noch hinzieht, desto mehr verschenkt Friedberg seine Möglichkeiten", machte Dr. Markus A. Schmidt, stellvertretender Vorsitzender der FDP Friedberg, deutlich. "Es ist beachtlich, wie lange schon über die Entwicklung dieses Geländes diskutiert wird, ohne dass dort wirklich etwas passiert. Gleichzeitig wächst die Einwohnerzahl Friedbergs, während die Zahl der Arbeitsplätze stagniert. Die ehemalige Kaserne bietet eine einmalige Chance für unsere Stadt, modernes Wohnen und Arbeiten miteinander zu kombinieren und endlich auch wieder in größerem Umfang Arbeitsplätze nach Friedberg zu holen."

Siegfried Köppl, der für die FDP im Magistrat sitzt, ergänzte: "Friedberg darf sich nicht zur Schlafstadt für Frankfurt entwickeln. Wir brauchen auch Gewerbe vor Ort, nicht zuletzt, damit unsere Stadt auch finanziell profitieren kann." Köppl bedauerte gleichwohl, dass Friedberg in seinen Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt sei. "Die Stadt hat leider keinen Zugriff auf einige Liegenschaften mit großem Potenzial, zum Beispiel die leer stehende JVA, das Burggelände und auch das noch immer nicht abschließend untersuchte Gebiet der ehemaligen Ray Barracks." Dennoch bedürfe es einer dauerhaften integrierten Stadtentwicklung, in die Verwaltung, Politik, Bürgerschaft und externe Experten konstruktiv eingebunden seien. "Die Bürger müssen in einem solchen Prozess mit eingebunden werden, um eine breite Akzeptanz der Pläne sicherzustellen", sagte Dr. Jochen Meier, einer der vier FDP-Stadtverordneten. "Das entlässt die Verwaltung und die Politik aber nicht aus ihrer Verantwortung." Laut Köppl ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) daher lediglich ein Baustein auf dem Weg, eine langfristige Strategie für Friedberg zu entwickeln.

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