In dieser Kurve in Dorheim ist es gefährlich, unter anderem wegen der ab 2012 geänderten Vorfahrtregelung. Die Anwohner können ein Lied davon singen. Die Lage soll sich laut Planung aber entspannen. (Archivfoto)
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In dieser Kurve in Dorheim ist es gefährlich, unter anderem wegen der ab 2012 geänderten Vorfahrtregelung. Die Anwohner können ein Lied davon singen. Die Lage soll sich laut Planung aber entspannen. (Archivfoto)

Verkehr

Endlich Lösung für „Problemkurve“ in Friedberg? Gefahrenstelle soll entschärft werden

  • VonRedaktion
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Im Friedberger Stadtteil Dorheim gibt es seit langer Zeit eine Kurve, die eine Gefahrenstelle ist. Nun ist eine Lösung in Sicht.

Friedberg – An der »Problemkurve« am Ortseingang von Dorheim hat vor wenigen Tagen ein vom Ortsbeirat erbetenes Treffen stattgefunden, an dem Vertreter von Hessen Mobil, des Regionalen Verkehrsdienstes Wetterau (RVD), der städtischen Straßenverkehrsbehörde, des Tiefbauamtes sowie der Ortsvorsteher und weitere Ortsbeiratsmitglieder teilgenommen haben. Darüber berichtet Ortsvorsteher Dr. Klaus-Dieter Rack in einer Pressemitteilung.

An dieser verkehrsproblematischen Stelle führt die L 3351 von Fauerbach als Vorfahrtstraße in den Friedberger Stadtteil hinein und um das Anwesen Wetteraustraße 25 über die südliche Wetteraustraße wieder aus dem Ort in Richtung B 455 hinaus. Vor der Inbetriebnahme der Ortsumgehung im Jahre 2012 durchzog die B 455 von Friedberg kommend Dorheim und bescherte der Anwohnerschaft jahrzehntelang ein immer stärker werdendes, belastendes Verkehrsaufkommen, viel Lärm und Gestank.

Tägliche Beinahe-Unfälle in der „Problemkurve“ in Friedberg

»Die Entlastung durch die Ortsumgehung war und ist spürbar, vor allem wegen einer deutlichen Reduzierung des Lastwagenverkehrs durch den Stadtteil«, berichtet Rack. »Doch die Wegeführung der L 3351 in den Ort und nicht am Ort vorbei ist ein bleibender planerischer Fehler. Und die ab 2012 geänderte Vorfahrtregelung irritiert trotz Beschilderung und führt durch Unachtsamkeit zu Unfällen, täglich zu Beinahe-Unfällen, wie die Anwohnerschaft erleben kann«, kritisiert der Sozialdemokrat.

Der Ortsbeirat weise seit Jahren auf diese »Problemkurve« hin, die der RVD im Gegensatz zur Wahrnehmung der Bevölkerung rein statistisch nicht als »Unfallhäufungspunkt« sehe. Aber das Hupen wegen die Vorfahrt missachtender Kraftfahrzeuge aus Friedberg kommend und das Geräusch quietschender Reifen durch abruptes Bremsen zur Unfallvermeidung sei die tägliche Erfahrung an dieser Stelle.

Sorge der Anwohner vor schwerem Unfall in der „Problemkurve“ in Friedberg

»Alle, die jetzt draußen wieder zusammenstehen, dürfen gerne eine halbe Stunde zum Kaffee zu mir kommen, dann erleben sie, was sich hier abspielt«, sagte ein Anwohner zum Ortsvorsteher kurz vor dem Treffen. Und es ist die Sorge der Anwohnerschaft, dass sich ein schwerer Unfall mit Personenschaden ereignen könnte. Soweit dürfe es aber nicht kommen, und es müsse von den zuständigen Stellen endlich etwas unternommen werden, dieser Ansicht seien alle gewesen, schreibt Klaus-Dieter Rack.

So sei nämlich trotz wiederholten Hinweises die frühere Vorfahrtregelung über die durch den Ort laufende Bundesstraße als Altmarkierung noch immer im Straßenbelag an der Kurve in Richtung Fauerbach zu erkennen - sie verunsichere Fahrer genauso wie der Fahrbahnteiler aus der Zeit vor 2012.

Änderungen in der „Problemkurve“ in Friedberg: Fahrbahnteiler wird entfernt

Der Vertreter von Hessen Mobil betonte laut Rack, dass seine Verkehrsbehörde die Problemlage an dieser Kurve nachvollziehen könne. Der Fachmann habe auch nicht verstanden, warum 2012 - zur Zeit der Eröffnung der Ortsumgehung und der Vorfahrt-Änderung - diese Kurve nicht gleich anders organisiert worden sei. Er wolle nun eine »standardmäßige abknickende Vorfahrtstraße« einrichten lassen. Das bedeutet: Der Fahrbahnteiler ist überflüssig und wird entfernt, ebenso alle irritierenden Altmarkierungen. Die Ausfahrt aus der Ortsmitte in die Vorfahrtstraße L 3351 soll im Zusammenwirken mit der in diesem Abschnitt zuständigen Stadt gegebenenfalls verschmälert werden. Eine öfters diskutierte Kreisellösung werde von Hessen Mobil nicht in Betracht gezogen, teilt Rack mit. Einen Zeitplan für das Vorhaben zur Umgestaltung liege noch nicht vor, bis Mitte 2022 aber könnte es realisiert sein.

Der Ortsvorsteher verwies bei dem Treffen auch noch einmal auf den schon seit Jahren vom Ortsbeirat beantragten Überweg in der südlichen Wetteraustraße, der allein nach Schulwegeplan vorhanden sein sollte. Aber ein früherer Ortstermin habe wegen mangelnder Breite der Überweganlage nicht zum gewünschten Ergebnis geführt. Der Vertreter von Hessen Mobil habe indes auf Radwegeplanungen verwiesen, die am Ortseingang aus Richtung Friedberg einen Fahrbahnteiler mit Überweg an der L 3351 vorsähen. Dann würde etwa 150 Meter oberhalb des beantragten Überwegs an der Friedrichstraße eine »Überquerungsinsel« geschaffen. Der Zeitpunkt der Durchführung aber ist laut Rack noch unklar.

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