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Freundeskreis zur Landesgartenschau 2027 nimmt seine Arbeit auf

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Von: Oliver Potengowski

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Der Vorstand des Freundeskreises der Landesgartenschau (v. l.): Ute Kohlbecher, Jonathan König, Margit Bopp, Gerhard Welzig, Christian Wiegand, Thomas Wettig, Maria Vielsmeier, Hans-Peter Seum und Vorsitzender Jürgen Stelter. © Oliver Potengowski

Ein Freundeskreis der Landesgartenschau 2027 setzt vor allem auf Bürgerbeteiligung. Die Gründungsversammlung wählte im Wappensaal des Gederner Schlosses Jürgen Stelter zum Vorsitzenden.

Im Wappensaal des Gederner Schlosses fand jetzt die Gründung des Freundeskreises der Landesgartenschau Oberhessen statt. Der Verein soll die Einbindung der Bürger in Vorbereitung und Umsetzung der interkommunalen Landesgartenschau im Jahr 2027 erleichtern. In dem einstimmig gewählten Vorstand sind viele bekannte Bürger vertreten.

Rolf Hartmann, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Oberhessen, erklärte, dass er den Freundeskreis auch als Bekenntnis eines Kreises »von Menschen, der dokumentiert, dass er hinter dieser Landesgartenschau steht«, sieht. Dabei wünscht er sich ausdrücklich Ideen und Anregungen zur Gestaltung der Veranstaltung insbesondere auch im Vorfeld der Schau.

Mögliche Aufgaben

Florian Herrmann, Projektleiter beim Verein Oberhessen, ergänzte, dass der Freundeskreis auch bei der Landesgartenschau direkt unterstützend wirken könne. So könnten Mitglieder an besucherstarken Tage Gäste in Empfang nehmen und auf Programmpunkte hinweisen. Auch bei dafür geeigneten Projekten könne der Freundeskreis mitarbeiten. Als ein Beispiel nannte Florian Herrmann die Wildblumen-Blühstreifen, die eines der interkommunalen Projekte sind. Im besten Fall könne durch die Hilfe des Freundeskreises beim Aussäen ein »Blühstreifenband durch ganz Oberhessen« entstehen.

»Das ist eine historische Chance, um Entwicklungen anzustoßen«, warb Herrmann noch einmal für das Potenzial der Landesgartenschau. »Es ist im Jahr 2027 eine große Chance, um Sichtbarkeit zu erreichen.« Dazu sprach er auch die Herausforderungen des interkommunalen Konzepts an. »Wir können den Besuchern an einem Tag nicht alle elf Kommunen präsentieren, erst recht nicht mit sämtlichen Ortsteilen.« Deshalb müssten zum Beispiel in Büdingen und Nidda und eventuell auch in Gedern gemeinsam mit Schotten Eingangsportale geschaffen werden, die den Gästen einen Überblick vermitteln.

Er skizzierte drei Teilbereiche des Programms. Die gärtnerischen Pflichtelemente wie Leistungsschau, Wechselflorbereiche, Friedhofsgärtnerei und Blumenhalle würden an zentralen Orten zusammengefasst. Im Gegensatz zu anderen Bereichen würden diese eingezäunt und Besucher müssten Eintritt zahlen. Das sei notwendig, um die Absicht, Gewinn zu erzielen, gegenüber dem Finanzamt zu begründen. Es sei zudem Schutz für die aufwendigen Anlagen der Gartenbaubetriebe.

Für weitere Pflichtelemente wie das »Grüne Klassenzimmer«, Imkerei, Kirche, Kleingartenwesen, Landwirtschaft, Klimaschutz, Forst oder Erwerbsgartenbau sieht Florian Herrmann in der Region sehr gute Voraussetzungen, bei denen sich auch der Freundeskreis einbringen könne. Wesentlich durch dieses Bürgerengagement werde der dritte Teil, der mit den Themen Vulkan, Natur, Wasser, Kultur und Historie die Leitlinie der Landesgartenschau in Oberhessen bilde, gestaltet. Es sei Raum für Bürgerprojekte vorhanden oder auch für geführte Wanderungen.

Er verwies darauf, dass derzeit 95 kommunale Projekte für die Landesgartenschau geplant seien. »Die Liste ist nicht in Stein gemeißelt, da kann es durchaus Ergänzungen geben«, so Herrmann. »Wenn es uns gelingt, einen großen Teil davon zu verwirklichen, wird das die Region ein ganzes Stück nach vorn bringen.«

Als Vorsitzenden des Freundeskreises schlug Herrmann Jürgen Stelter vor. »Der Jürgen ist eine Dampflok«, warb er für Stelter, der wie der übrige Vorstand einstimmig gewählt wurde. »Man kann sich dranhängen und er zieht einen.« Jürgen Stelter wohnt seit 19 Jahren in der Region und vereint damit die Verbundenheit mit Oberhessen mit dem kritischen Blick des Zugezogenen. »Ich sehe ein Riesenpotenzial, das wir haben, das aber entwickelt werden sollte«, stellte der Vorsitzende des Freundeskreises fest.

Vorstand im Überblick

Als stellvertretenden Vorsitzender steht ihm der scheidende Niddaer Bürgermeister Hans-Peter Seum zur Seite. Ute Kohlbecher ist Schriftführerin, der Büdinger Jonathan König Schatzmeister. Die Beisitzer sind Gerhard Welzig, Margit Bopp, Thomas Wettig, Christian Wiegand und Maria Vielsmeier. Jürgen Stelter kündigte an, dass in Kürze die nächste Versammlung des Freundeskreises stattfinden solle. An dieser sollen Interessierte auch onlline teilnehmen können. Dadurch solle die Beteiligung von möglichst vielen Bürgern erleichtert werden.

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