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Ronald Berg FW-Vorsitzender

Freie Wähler wollen Regierungsverantwortung

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Wetteraukreis (pm/dab). Die Freien Wähler (FW) Wetterau gehen wieder mit Büdingens Bürgermeister Erich Spamer als Spitzenkandidat in die Kommunalwahl. Im Bürgerhaus Butzbach stellten die Mitglieder »eine ausgewogene Liste mit 53 Männern und Frauen« auf, teilt FW-Vorsitzender Ronald Berg mit.

Es sei erfreulich, dass es wieder gelungen sei, Kandidaten aus fast allen Kommunen zu gewinnen. Auf Kreisebene tritt die Gruppierung als Freie Wähler an. Auf Ortsebene kenne man die Kandidaten hauptsächlich durch ihr Engagement bei den Freien bzw. Unabhängigen Wählergemeinschaften (FWG und UWG).

Alle Spitzenkandidaten verfügen laut Berg über langjährige kommunalpolitische Erfahrung. »Beste Voraussetzungen also, um auch Regierungsverantwortung im Rahmen einer möglichen Koalition zu übernehmen.«

Der bisherige Fraktionsvorsitzende und Bürgermeister von Büdingen, Erich Spamer, führt die Liste an. Danach folgt die Karbener Rechtsanwältin Laura Macho, auf Platz drei steht Berg, FW-Landes- und Kreisverbandsvorsitzender aus Münzenberg. Die weiteren Plätze bis zehn belegen: Gederns Erster Stadtrat Herbert Weber, Kreisschatzmeister und Kreistagsabgeordneter Markus Bäckel aus Ortenberg, Kreistagsabgeordneter Ulrich Majunke aus Büdingen, Vize-Kreisvorsitzender Torsten Schwellnus aus Karben, der Bad Nauheimer Stadtrat und Rechtsanwalt Christian Weiße, Reichelsheims FW-Vorsitzender Cenk Gönül und Katja Bohn-Schulz aus Bad Nauheim. »Auf den weiteren Plätzen folgen noch viele in ihren Gemeinden und Städten bekannte und kommunalpolitisch erfahrene Männer und Frauen«, betont Berg.

Wider den Fraktionszwang

Die Freien Wähler stünden für eine ideologiefreie und bürgernahe Politik, sagt deren Kreisvorsitzender. Es gebe keinen Fraktionszwang. »Jeder entscheidet nach seinem besten Wissen und Gewissen.« Die Kandidaten kämen aus den unterschiedlichsten Berufen, seien überwiegend in den hiesigen Kommunalparlamenten aktiv und verfügten über vielfältiges Fachwissen.

Das Wahlprogramm solle in Kürze verabschiedet und dann ebenfalls auf der Homepage veröffentlicht werden. Es wird laut Berg diese Schwerpunkte umfassen: Bildung und Schule, Digitalisierung und Breitbandausbau, geordnete Finanzen, Wirtschafts- und Kreisentwicklung, die flächendeckende medizinische Versorgung, Ausbau des ÖPNV und Infrastruktur sowie nachhaltiger Natur- und Umweltschutz.

Weil die Positionen der FW in der bürgerlichen Mitte lägen, »sind wir auch immer ein interessanter Ansprechpartner für eine mögliche Regierungskooperation«, sagt Berg. Ziel sei es, die Zahl der Kreistagsmandate auszubauen. Momentan ist die FW mit sechs Abgeordneten im Kreistag vertreten, der insgesamt aus 81 Abgeordneten besteht. FOTO: PM

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