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Innenstadt attraktivieren: Mehr Unterstützung für die Gründung von Unternehmen im Einzelhandel haben sich die Friedberger Grünen auf die Agenda gesetzt.

Förderzentrale für Gründer

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Friedberg (pm). Um in Friedberg mehr Geschäfte anzusiedeln, fordern die Grünen eine bessere Unterstützung für Neugründerinnen und Neugründer. »Es ist schwer, eine Bank für ein Darlehen zu finden und noch schwieriger ist es, Informationen über zu berücksichtigende Richtlinien bei den Behörden zu bekommen«, so Alexia Anders Die Spitzenkandidatin der Friedberger Grünen bei der Kommunalwahl am Sonntag, weiß das aus eigener Erfahrung.

Sie betreibt den Unverpackt-Laden und die Hundetagesstätte sowie einen Laden für Hundefutter und Zubehör.

»Gut wäre eine Förderzentrale, die Firmengründer/innen eine Beratung anbietet. Diese Förderzentrale sollte idealerweise aus Ladeninhaber/innen sowie Kontaktpersonen von Banken und Behörden bestehen und Gründer/innen bei den ersten Schritten in die Selbstständigkeit unterstützen«, meint die Grünen-Kandidatin. Auch in Krisensituationen könne eine solche Einrichtung helfen, die richtigen Kontakte zu knüpfen. »Mehr zusammen als gegeneinander, auch im Einzelhandel. Das wäre ein Traum«, sagt Anders. Eine gemeinsame Vermarktung sollte ihrer Meinung nach noch stärker gefördert werden. Die gelernte Hotelkauffrau hilft mit, einen Social-Media-Kanal ins Leben zu rufen, der über Veranstaltungen, Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten informiert. »Solche Kooperationen helfen beiden Seiten: der Bürgerschaft und dem Einzelhandel«. Friedberg sei eine attraktive Stadt mit vielen ungenutzten Chancen. »Die Stadt ist übersichtlich, viele Leute kennt man und trifft sie an den gleichen Orten. Aber man ist nicht gleich Dorfgespräch, wenn man vergessen hat zu grüßen«, weiß Alexia Anders, die das Burggymnasium besuchte.

Fünf-Finger-Platz als Piazza

»Die Altstadt muss attraktiver werden. Toll wäre es, wenn der Fünf-Finger-Platz zur Piazza würde, mit Cafés, kleinen Läden und Restaurants, in denen täglich wechselnde Essen einer anderen Nationalität angeboten werden.« Auch der große Parkplatz an der Stadtkirche könne wesentlich besser für diese Projekt genutzt werden. Nachhaltigkeit fange auch mit einem guten Einkaufsangebot vor Ort an, ist die 35-Jährige überzeugt: »Durch ein gutes Angebot von Geschäften in der Nachbarschaft wird man seltener in die Großstadt fahren, um den Bedarf des täglichen Lebens zu decken. Das vermeidet CO2 und schützt das Klima.«

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