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»Fionrir« bald auf der Bühne

  • VonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Der kleine Drache Fionrir kommt auf die Bühne: Vor vier Jahren veröffentlichte der Friedberger Andreas Arnold - bekannt auch als Poetry-Slammer, Schauspieler und WZ-Kolumnist - im Friedberger Reinheim-Verlag sein erstes Buch »Fionrirs Reise«. Die Geschichte um den kleinen Drachen, der Tiere verstehen kann und dessen Freundin, Prinzessin Quirina, sind bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt.

Es folgten mit »Fionrir Reise geht weiter« und »Fionrirs Reise ins Tal der Drachen« zwei weitere Drachenabenteuer.

Ferner produzierte Arnold zusammen mit Moritz Herrmann in dessen Tonstudio das Hörbuch »Fionrirs Reise«. Die Musik dazu lieferte Singer-/Songwriter Yannick Di Mari, der zuvor schon einen »Fionrir-Song« geschrieben hatte. Nun folgt der letzte Schritt: Fionrir kommt als Theaterstück auf die Bühne des Alten Hallenbads.

Eintauchen in die Welt des Drachen

Das begründet Arnold so: »Ich denke immer groß, ich möchte alles rausholen, was mit Fionrir möglich ist.« Bereits Ende 2019 begann Arnold, der als Mitglied des Helden-Theaters auch über reichlich Bühnen- und sogar Regieerfahrung verfügt, die Theaterfassung zu schreiben. Mitte letzten Jahres gab er sein Drehbuch an Burkhard Struve, dem Vorsitzenden und Mitbegründer des Helden-Theaters, das in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen feiern kann.

Zusammen mit Hauptdarstellerin Svenja Illenberger überarbeitete Struve, der in der Inszenierung die Rolle von Fionrirs Vater Taras übernommen hat, die Vorlage. Struve: »Es war unglaublich viel und lang. Wir haben sehr oft diskutiert, mussten auch manche schöne Szene streichen oder kürzen, um auf eine Spielzeit von zwei Stunden zu kommen.«

Noch mitten im Lockdown begannen 2020 die ersten Proben, allerdings nur online. »Das waren reine Textlesungen, oft mit nur einem Darsteller alleine, damit dieser in die Figur hineinwachsen konnte«, erklärt Arnold beim ersten kompletten Durchlauf diese Woche im Theater Altes Hallenbad, in dem seit April geprobt wird.

Ein Großteil der über 20 Schauspieler probte schon im Kostüm, auch etwas Dekoration ist schon vorhanden. Zwei Meter hohe Planen mit den Illustrationen von Norman Heiskel aus den entsprechenden Buchkapiteln werden bei den Aufführungen die Bühnenwand zieren. »Mein Ziel war es nicht, eine fotorealistische Welt auf die Bühne zu bringen, sondern den Besuchern die Chance zu geben, in Fionrirs Welt einzutauchen«, sagt Arnold. Dazu gehört auch die unterschiedliche Darstellung von Menschen und Tieren, wird die Geschichte doch nicht aus der menschlichen Sicht erzählt, sondern aus der der Tierschar. Diese kommt völlig real daher, während Frauen und Männer eher surrealistisch angehaucht und überzogen dargestellt werden. Mit großem Engagement und unglaublich viel Spaß agiert bereits jetzt die bunt gemischte Truppe mit Neulingen und erfahrenen Akteuren im Alter von neun bis an die 60 Jahre.

Musikalisch begleitet wird das Spiel live von Yannick Di Mari auf der Gitarre und Regina Rumpel mit der Mandoline. »Wir ergänzen das Spiel auf der Bühne«, sagt Di Mari. So umrahmt das Duo mit leisem Spiel die Traumszenen. Der Fionrir-Song wird selbstverständlich auch gesungen, sogar mit neuen Strophen.

»Das Erwachsenwerden von Fionrir darzustellen fasziniert mich an dieser Rolle ganz besonders«, sagt Fionrir-Darstellerin Illenberger und weiter: »Ich bin ja gerade mal 20 und irgendwie selbst noch in dieser Phase.«

Mit dem Theaterstück ist Fionrirs Reise jedoch noch nicht zu Ende. Arnold hat zwar kein viertes Buch mit einer durchgehenden Geschichte geschrieben, stattdessen befinden sich gerade 15 Kurzgeschichten im Druck. »Die schließen alle an den dritten Band an, spielen in einem Jahr, sind aber jede in sich abgeschlossen«, sagt Arnold.

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