FDP: Schulen müssen jetzt wieder öffnen

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Wetteraukreis (pm). Die FDP fordert die sofortige Öffnung der Wetterauer Schulen. Das »Versagen des Landes Hessen und des Wetteraukreises in der Corona-Schulpolitik« dürfe nicht weiter auf den Rücken der Schüler ausgetragen werden, sagt Elke Sommermeyer, bildungspolitische Sprecherin der FDP im Kreistag.

Man begrüße den Gesetzesentwurf der FDP-Landtagsfraktion, der in Pandemiezeiten für die Schulen eine langfristige Perspektive schaffen könne. »Unter Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes muss das Recht auf Bildung gewährt werden«, sagt der Wetterauer Landtagsabgeordnete Dr. Jörg-Uwe Hahn. Der Plan sei mit einem Stufensystem speziell auf das Infektionsgeschehen an den Schulen zugeschnitten. »Ein Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim darf nicht mehr länger dafür sorgen, dass Kinder nicht zur Schule gehen dürfen. Schulen müssen differenziert betrachtet und bewertet werden.« Als das Land die Schulen geschlossen hatte, lag die Inzidenz in Hessen bei rund 150 - »und damit deutlich höher als heute«, wie die beiden FDP-Politiker zu Bedenken geben.

Sie sehen zudem die Möglichkeit des Homeschoolings »auch in der Wetterau krachend gescheitert«. Daran sei auch die Große Koalition in der Wetterau Schuld. Sie habe eine bessere Digitalisierung des Bildungswesens verschlafen. Lehrer und Schüler verfügten nicht flächendeckend über eine ausreichende Hard- und Software-Ausstattung, der »schlechte Breitbandausbau« in der Wetterau ermögliche »nicht immer störungsfreie Teilnahmen an Videokonferenzen«, kritisiert Sommermeyer. »Bei unseren Forderungen und Initiativen schalteten die Verantwortlichen um CDU-Landrat und Schuldezernent Jan Weckler die Ohren immer wieder auf Durchzug.« Im Herbst war der FDP-Antrag, alle Klassenzimmer im Wetteraukreis mit CO2-Ampeln auszustatten, abgelehnt worden.

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