Fast ein Viertel macht den Abstrich

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Wetteraukreis (pm). Die Testwelle rollt an: Bereits 22 Prozent der Betriebe im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Gießen-Friedberg bieten ihren Beschäftigten regelmäßig Corona-Tests an. Rund 20 Prozent wollen in Kürze mit den Testungen starten. Dies ergab die regionale Auswertung einer aktuellen, deutschlandweiten Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Aus dem IHK-Bezirk hatten sich 129 Betriebe an der Befragung beteiligt. Die Umfrage ist Teil der Initiative zur Ausweitung des Testangebots, die die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Bundesverband der Deutschen Industrie, der DIHK und der Zentralverband des Deutschen Handwerks am 9. März gestartet haben. Sie soll regelmäßig wiederholt werden, teilt die IHK mit.

»Unsere Betriebe sind sehr engagiert, ihren Beitrag zu leisten, um die Pandemie einzudämmen«, hebt Dr. Matthias Leder, Hauptgeschäftsführer der IHK Gießen-Friedberg hervor. Er wisse, so Leder weiter, aus Berichten zahlreicher Unternehmen, dass viele ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Masken zur Verfügung gestellt oder Büros mit Luftfiltern ausgestattet hätten.

Betriebe wünschen mehr Informationen

Bei vielen Betrieben, die nicht testen, zeigte sich, dass deren Beschäftigte nicht im Betrieb arbeiten. Stattdessen sind sie auswärts beschäftigt oder arbeiten von zu Hause aus. Knapp neun Prozent gaben an, dass sie pandemiebedingt geschlossen sind. Gut vier von zehn Betrieben bemängeln, dass ihnen Informationen zum Testen in den Betrieben fehlen.

Jedes dritte Unternehmen vermisst Schulungsangebote für die betriebsinterne Durchführung von Schnelltests. Die IHK Gießen-Friedberg bietet auf ihrer Website konkrete Informationen zu Tests mithilfe des Leitfadens »Covid-19 Selbsttests in Ihrem Unternehmen« an. Lieferschwierigkeiten sind ebenfalls ein Problem für eine unkomplizierte Testung. Rund 21 Prozent kritisieren, dass Anbieter nicht liefern würden.

»Diese Auswertung zeigt, dass eine Testverordnung für Betriebe an der Realität vorbeigeht. Wichtiger sind zurzeit Unterstützungsmaßnahmen und ausreichende Informationen«, unterstreicht Leder. So sehen es auch die Betriebe: Knapp jedes zweite Unternehmen wünscht sich laut dieser Umfrage finanzielle Unterstützung für die Kosten der Tests.

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