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Fast abfallfrei ist möglich

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Verpackung einsparen: Obst und Gemüse lassen sich auch anders transportieren als im dünnen Plastikbeutel - zum Beispiel in einer mitgebrachten Tasche. © pv

Wetteraukreis (pm). Seinen Müll zu reduzieren ist kinderleicht! Das sagt zumindest unser Kolumnist Andreas Arnold. Seit fast zehn Jahren ist dieses Thema allgegenwärtig bei dem 45-Jährigen. Seine Tipps gab er schon im Hessischen Rundfunk und auf Sat1.

Für die Aktion »Sieben Wochen Klimafasten« der evangelischen Dekanate führt er durch einen Online-Workshop, erzählt von seinen eigenen Bemühungen und zeigt auf, wie einfach manche Drogerie- und Hygieneartikel selbst gemacht und fast müllfrei Teil des Haushalts werden können.

Für die WZ gibt er mit einigen Tipps schon vorab einen Vorgeschmack auf den Workshop:

Bevorzugt loses Obst und Gemüse einkaufen und entweder in mitgebrachte, wiederverwendbare Beutel packen, frei auf das Förderband im Supermarkt legen oder gleich auf dem Wochenmarkt einkaufen - dort ist der lose Einkauf Standard.

Einkaufsbeutel: Immer eine ausreichende Zahl an Einkaufsbeuteln im Auto, Fahrradkorb und Rucksack deponieren, um nie in Verlegenheit zu geraten, doch eine Tüte kaufen zu müssen - auch Papiertüten verschwenden Ressourcen.

Unverpacktes: Unverpacktläden zum Einkauf nutzen - ist keiner für den Wocheneinkauf in der Nähe, dann einen weiter entfernten zum monatlichen Großeinkauf nutzen. Gebrauchte Vier-Liter-Olivengläser aus dem Großhandel eignen sich perfekt für eine Riesenmenge an Haferflocken, Nudeln oder Mehl. Einfach mal im Bioladen nach welchen fragen.

Lokal einkaufen: Möglichst lokal einkaufen und nur im Versandhandel bestellen, was der lokale Händler nicht ins Programm nehmen möchte. Der Händler bestellt größere Gebinde über seinen Lieferanten - das spart Umverpackung und macht die Warenlieferung energieeffizienter als die Einzelbestellung für den Endkunden.

Wunsch überschlafen: Wenn der Wunsch aufkommt, etwas zu kaufen, dann eine Nacht darüber schlafen und sich am Folgetag die Frage stellen, weshalb man den Kauf wollte. Oft stellt sich heraus, dass das Wunschobjekt nur die Wünsche der Agentur erfüllt, die es beworben hat. Das spart Müll, denn allem Unnötigen, das man kauft, wird man irgendwann überdrüssig.

Secondhand: Vieles, das man benötigt, ist gebraucht erhältlich: Kleidung im Secondhand-Laden und noch mehr auf Flomärkten oder im Umsonstladen. Alles, das nicht neu produziert wird, spart Ressourcen und ist immer unverpackt.

Selbstherstellung: So viel, wie man kann und möchte, selbst herstellen. Zahnsalz, Deocreme und Essigreiniger beispielsweise sind schnell gemacht und sparen nicht nur Verpackung, sondern auch den Weg zur Drogerie.

Der Online-Workshop findet am Montag, 21. März, ab 19 Uhr, im Rahmen der Aktion »Aus Liebe zum Überleben - Sieben Wochen Klimafasten« der evangelischen Dekanate Büdinger Land und Wetterau statt. Anmeldungen sind unter dekanat.wetterau.anmeldung@ekhn.de möglich.

Mehr zum Gesamtprogramm ist auf der Website der evangelischen Kirchen Hessen und Nassau unter https:// www.ekhn.de/ zu finden.

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Andreas Arnold © Red

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