Wie soll das ehemalige Kasernengelände im Süden Friedbergs künftig aussehen? Die Bürger haben ab dem 27. April zwei Wochen Zeit, online ihre Ideen einzubringen.	FOTO: PM
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Wie soll das ehemalige Kasernengelände im Süden Friedbergs künftig aussehen? Die Bürger haben ab dem 27. April zwei Wochen Zeit, online ihre Ideen einzubringen. FOTO: PM

Ex-Kaserne: Online Ideen einbringen

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Friedberg (pm). Die Corona-Krise zwingt zum Umdenken. Das gilt auch für die Akteure, die an der Planung für das Friedberger Kasernengelände beteiligt sind. Das für Montag, 27. April, vorgesehene Bürgerforum musste wegen der Pandemie abgesagt werden. Die Bürger sollen trotzdem mitdiskutieren - und zwar im Rahmen einer Online-Beteiligung, die Ende April unter der Adresse www.friedberg-mitmachen.de starten wird. Dazu informiert die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Die Entwicklung der Plattform liegt bei der »wer denkt was GmbH« aus Darmstadt. Für Auskünfte stehen auch Mitarbeiter des Amtes für Stadtentwicklung zur Verfügung (Telefon 0 60 31/8 82 28 (AB) oder E-Mail an die Adresse ISEK@friedberg-Hessen.de).

Die Bauland-Offensive Hessen GmbH (BOH), jüngste Tochter der Nassauischen Heimstätte Wohnstadt (NHW), erarbeitet im Auftrag der Stadt Friedberg eine Machbarkeitsstudie für das 74 Hektar große Gelände im Süden der Stadt.

Wohnen, Gewerbe, Stadthalle und mehr

»Die neue Online-Plattform wird Informationen zum bisherigen Prozess und zur Fläche beinhalten, außerdem Rahmenbedingungen, Fotos sowie das Beteiligungstool zum Rahmenplanentwurf«, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. »Auf diese Weise können wir an unserem Ziel festhalten, noch in diesem Jahr einen politischen Beschluss zum Rahmenplan zu fassen«, sagt Bürgermeister Dirk Antkowiak. »Ich hoffe, dass sich möglichst viele Friedberger Bürger beteiligen und diesen Planungsprozess durch ihre Mitwirkung zu einem lebendigen Dialog machen.«

Der vorliegende Rahmenplanentwurf liefert zwar eine Richtschnur, wie das Gelände einmal aussehen könnte, Änderungen sind aber noch möglich. Die Online-Plattform www.friedberg-mitmachen.de soll Ende April online gehen. Vom 27. April bis zum 11. Mai können Interessierte ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen. Danach werden laut Stadtverwaltung die Ergebnisse ausgewertet und aufbereitet sowie nach Abwägung der Sachverhalte soweit als möglich in den Rahmenplanentwurf eingearbeitet. Der Rahmenplan soll zeitnah dem Magistrat vorgelegt werden. Nach der Beratung in den Ausschüssen wird die Stadtverordnetenversammlung über den Entwurf befinden.

Die Stadt schreibt abschließend: »Der politisch beschlossene Rahmenplan wird Grundlage für die Kaufverhandlungen mit dem derzeitigen Besitzer, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Ziel ist es, das Kasernenareal zu einem gemischt genutzten Stadtquartier mit dem Schwerpunkt bezahlbares Wohnen zu entwickeln. Darüber hinaus sind hier der Campus der Technischen Hochschule Mittelhessen und ein neuer Feuerwehrstützpunkt vorgesehen, Flächen für Verwaltungsgebäude des Wetteraukreises und andere gewerbliche Nutzungen, Bauhof, Gewerbe, Grundschule, Sporthalle, Stadthalle, Elvis-Museum, Hotels, zwei Kindertagesstätten und Einzelhandel. Dazwischen sind Grünzüge mit Regenrückhaltebecken geplant.«

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