317 000 Euro für Karl-Wagner-Haus

  • schließen

Friedberg(pm). Das Friedberger Karl-Wagner-Haus in der Alten Bahnhofstraße 5, in dem Menschen ohne Wohnsitz geholfen wird, erhält vom Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen in diesem Jahr über 300 000 Euro. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Verbands hervor.

Mit 11,23 Millionen Euro fördere der LWV in diesem Jahr Fachberatungsstellen und Tagesaufenthaltsstätten für alleinstehende Wohnungslose. Das habe der LWV-Verwaltungsausschuss kürzlich beschlossen. 2018 seien es rund 10,85 Millionen Euro gewesen, heißt es in der Pressemitteilung.

"Diese Unterstützungsangebote sind für die betroffenen Menschen das ganze Jahr hindurch wichtig, nicht nur in der kalten Jahreszeit", betonte Landesdirektorin Susanne Selbert. "Hier sind die Angebote für die Alltagsbewältigung mit Wertschätzung verbunden." In Hessen gibt es laut LWV 40 Tagesaufenthaltsstätten und Beratungsstellen für alleinstehende Wohnungslose, die zu rund 96,5 Prozent vom LWV Hessen finanziert würden.

In Friedberg unterhält die mission leben GmbH eine Fachberatungsstelle und eine Tagesaufenthaltsstätte im Karl-Wagner-Haus. Diese bekommen 317 273 Euro. Die Höhe der Zuwendungen richte sich vor allem nach dem Umfang des Leistungsangebotes und der Personal- und Sachausstattung, schreibt der LWV.

In Tagesaufenthaltsstätten erhalten wohnungslose Männer und Frauen kalte und warme Mahlzeiten und Getränke. Außerdem können sie hier duschen, ihre Wäsche waschen, Gepäck aufbewahren und einiges mehr. Oft gibt es Kleiderkammern. Viele der wohnungslosen Menschen haben mit körperlichen und seelischen Problemen zu kämpfen. Ihnen wird bei Bedarf ärztliche Hilfe oder psychosoziale Beratung vermittelt. Neben dieser Unterstützung im Alltag steht die Beratung: Mitarbeiter in den Einrichtungen helfen Menschen dabei, sich wieder niederzulassen. Sie informieren und unterstützen, wenn die Klienten Leistungen beantragen, begleiten sie bei Behördengängen, bei der Wohnungs- und Arbeitssuche oder bei der Suche nach einem Therapieplatz. Dabei kooperieren die Beratungsstellen mit anderen Angeboten wie der Sucht- oder Schuldnerberatung.

Der LWV wird getragen von den hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten und ermöglicht die gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen. Er unterstützt behinderte, psychisch kranke und sozial benachteiligte Menschen in ihrem Alltag und im Beruf, finanziert Leistungen nach dem Sozialen Entschädigungsrecht, ist Träger von Förderschulen und Frühförderstellen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare