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Sozialminister Kai Klose (l.) würdigt das Engagement zahlreicher Integrationslotsen, zu denen auch Ayham Haj Bakri gehört, der sich seit 2018 in dem Friedberger Team einbringt.

»Etwas an Deutschland zurückgeben«

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Friedberg (pm). Mit einem Festakt im Biebricher Schloss in Wiesbaden hat die Landesregierung zum fünften Mal ehrenamtlich tätige Integrationslotsinnen und -lotsen für ihr Engagement geehrt. Einer von ihnen ist Ayham Haj Bakri, der seit 2018 zum Lotsenteam in Friedberg gehört. Mit anderen Lotsen aus Hessen wurde er im Beisein von Sozialminister Kai Klose geehrt.

Ayham Haj Bakri kann sich sehr gut in beide Seiten versetzen: in die der Geflüchteten und in die der Helfer. Obwohl er inzwischen in Kassel studiert, ist er weiterhin in Friedberg und im Lotsenteam ein wichtiger Ansprechpartner.

Klose dankte den 26 Integrationslotsen im Namen der Hessischen Landesregierung für ihren besonderen Einsatz.

In Hessen gibt es 46 Lotsenprojekte mit 850 Engagierten. Mit ihrem Engagement bauen sie Brücken zwischen Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte und der Aufnahmegesellschaft. Eines davon ist das Projekt des Internationalen Zentrums in Friedberg. In der Corona-Krise sei das Arbeitspensum gleich geblieben und phasenweise angestiegen, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Tätigkeit ist für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte eine große Hilfe, indem Lotsinnen und Lotsen Orientierung im oft komplexen Verwaltungsalltag durch Sprach- und Kulturmittlung geben.

Ayham Haj Bakri freut sich über die Auszeichnung und die Würdigung seines Engagements: »Die Organisation dieses Festes und sein Rahmenprogramm haben mir sehr gut gefallen. Der Ort, dieses tolle Schloss in Biebrich, dazu Saxofonmusik, das war klasse. Es war auch sehr schön zu erleben, wie viele Integrationslotsen/innen mit internationalem und Geflüchtetenhintergrund sich engagieren, weil sie etwas an Deutschland zurückgeben wollen, das Land, das ihnen ein neues Zuhause geboten hat. Und gleichzeitig wollen sie andere Menschen helfen, ihnen das Leben hier vereinfachen, damit sie hier ein neues Zuhause finden. So wie ich gab es auch weitere Integrationslotsen/innen, die noch an Universitäten studieren und trotzdem Zeit finden, um sich sozial zu engagieren. Für mich persönlich war es sehr schön auf diesem Fest zu sein und Integrationslotsen/innen aus verschiedenen Städten in Hessen kennenzulernen, um mich mit ihnen auszutauschen und von ihren Erfahrungen und Erlebnissen zu hören.« FOTO: PM

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