Wegen der Corona-Krise ist es schwierig, Erntehelfer zu finden, Die Stadt Friedberg unternimmt etwas dagegen und will mit ihrem Angebot Landwirten helfen, aber auch Menschen, die wegen der Krise derzeit keine Arbeit haben.	FOTO: PM
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Wegen der Corona-Krise ist es schwierig, Erntehelfer zu finden, Die Stadt Friedberg unternimmt etwas dagegen und will mit ihrem Angebot Landwirten helfen, aber auch Menschen, die wegen der Krise derzeit keine Arbeit haben. FOTO: PM

Erntehelfer dringend gesucht

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Friedberg (pm), Vieles ist seit dem Einsetzen der Corona-Pandemie auf den Kopf gestellt, und ein großer Teil der seit Jahren eingeübten Abläufe greift so nicht mehr. Davon sind auch die landwirtschaftlichen Betriebe betroffen: Es gibt keine oder zumindest viel zu wenige Erntehelfer. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gehe trotz aktueller Lockerung der Einreisebestimmungen für osteuropäische Saisonarbeiter davon aus, dass weiterhin 30 000 bis 90 000 zusätzliche Erntehelfer gebraucht werden - ein Teil davon auch in Friedberg, heißt es in einer Pressemitteilung aus der Stadtverwaltung.

Art der Arbeit und Zeitraum ersichtlich

»Deshalb möchten wir mit unserem Projekt ›Friedberg hilft‹ auch unsere heimische Landwirtschaft unterstützen«, beschreibt Bürgermeister Dirk Antkowiak seine Motivation. Das bedeutet konkret, dass auf der Homepage der Stadt die Friedberger Obstbaubetriebe aufgelistet sind, die jetzt oder in naher Zukunft dringend Erntehelfer brauchen.

Die Liste, die zurzeit sieben Obstbaubetriebe umfasst, informiert nicht nur über die Kontaktmöglichkeiten, sondern auch über den Zeitraum, die Art der Tätigkeit (Erntehelfer, Verkauf, Kommissionierung und so weiter), Entlohnung (von Ehrenamt bis hin zu einem Gehalt), die Beschreibung der genauen Tätigkeit und die angebotene Verpflegung. Auch der Bedarf der jeweiligen Betriebe, ist dort aufgelistet. Insgesamt werden mehr als 60 Helferinnen und Helfer benötigt.

Laut Christine Böhmerl, Leiterin des Amtes für soziale und kulturelle Dienste und Einrichtungen, bietet es einen weiteren Vorteil, das Projekt über die Stadt zu bewerben: Die Angaben, die unter der Aktion »Friedberg hilft« aufgelistet sind, würden ständig aktualisiert. Das gelte natürlich auch für den Bereich der Landwirte.

»Wir wollen damit auf lokaler Ebene Menschen zusammenbringen«, erklärt Böhmerl. »Auf der einen Seite die Landwirte, die dringend Helfer und Helferinnen brauchen, auf der anderen Seite die Menschen, die aufgrund der Corona-Krise plötzlich ohne Arbeit und mit weniger oder gar keinem Einkommen dastehen«.

Einen Überblick gibt es unter www.friedberg-hessen.de oder www.friedberg-hilft.de. In allen Fragen rund um das Projekt und zur Erfassung von weiteren Angeboten beziehungsweise Anfragen kann man sich per E-Mail an soziales@friedberg-hessen.de oder unter der Telefonnummer 0 60 31/8 83 34 (montags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr) wenden.

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