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Feldbegehung im Mähried bei Staden: Neben artenreichen Feuchtwiesen finden sich hier seltene Salzstellen und magere Pfeifengraswiesen.

Erfolgreiche Extensivierung

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Wetteraukreis (prw). Im »Mähried bei Staden« hat kürzlich eine kleine Feldbegehung stattgefunden, organisiert vom Naturschutzfonds Wetterau. Dabei gab es die Möglichkeit sich über die naturschutzfachlichen Besonderheiten der von ihnen bewirtschafteten Flächen zu informieren.

Mit Unterstützung des Amts für Landwirtschaft zeigte Ronja Brockhage, Mitarbeiterin des Naturschutzfonds, die Erfolge der langjährigen Grünlandextensivierung für die heimische Tier- und Pflanzenwelt auf. Gemeinsam mit sieben Landwirten und Landwirtinnen wurden die vielfältigen Wiesen und Weiden des Mährieds begutachtet, typische Arten und Gesellschaften vorgestellt und über die positive Entwicklung der vergangenen Jahre gesprochen.

Seit Juni bietet der Naturschutzfonds eine Grünlandberatung für bestimmte Gebiete an, unter anderem für das Mähried bei Staden. Dieses blickt auf eine lange Geschichte des Naturschutzes zurück. Inzwischen ist es als FFH-Gebiet ausgewiesen und dient vielen heimischen und selten gewordenen Vogelarten als Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet. Neben artenreichen Feuchtwiesen finden sich hier seltene Salzstellen und magere Pfeifengraswiesen. Seit Jahren wird das Gebiet in weiten Teilen extensiv bewirtschaftet. An den artenreichen und farbenfrohen Wiesen und Weiden ist der engagierte Einsatz der Bewirtschafter für den Naturschutz deutlich zu erkennen. Ein besonderer Lebensraumtyp sind die Salzwiesen mit einer Vegetation ähnlich der Küstengebiete. Die Beweidung mit Rindern stellt hier die optimale Pflege und Nutzung dar und fördert seltene Pflanzen, zum Beispiel den Erdbeerklee. Neben den Salzwiesen begutachteten die Exkursionsteilnehmer artenreiche Wiesenknopf-Gesellschaften. »Seit der Ausweisung als FFH-Gebiet haben sich die Salzwiesen positiv entwickelt und konnten sich weiter ausbreiten«, freut sich Landrat Jan Weckler, Vorsitzender des Naturschutzfonds.

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