Energie sparen, Umwelt schonen

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Wetteraukreis (pm). Anlässlich der Koalitionsverhandlungen von CDU und SPD im Wetteraukreis haben der Kreisverband Wetterau des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), das Bündnis “Wetterau im Wandel„ und “Fridays for Future Friedberg/Bad Nauheim„ einen Klimaschutzplan für die Wetterau ausgearbeitet. Dieser Plan wurde an die beiden Kreisvorsitzenden Lucia Puttrich (CDU) und Lisa Gnadl (SPD) geschickt, mit der Bitte, einen solchen Plan in den aktuell zwischen beiden Parteien diskutierten Koalitionsvertrag aufzunehmen.

Darüber informiert der BUND-Kreisverband Wetterau in einer Pressemitteilung.

CO2-Emissionen bis 2035 auf null

“Beide Parteien hatten in ihren Wahlprogrammen den Klimaschutz als wichtiges und zentrales Thema aufgenommen. Nun besteht die Erwartung der Organisationen, dass dies auch in konkrete Schritte umgesetzt wird„, heißt es weiter. Der vom früheren Frankfurter Energiereferatsleiter Dr. Werner Neumann und BUND-Kreisvorsitzenden ausgearbeitete Plan habe als Kern die Einrichtung einer “Wetterauer Klimaschutzagentur„ als Teil der Kreisverwaltung. Im Vorschlag werde genau aufgelistet, welche Funktionen dort wahrgenommen werden sollten, die der Wetteraukreis bislang nicht oder nicht ausreichend erfülle. Dazu gehöre die Ausweitung des Energiemanagements kreiseigener Gebäude, die Beratung von Hauseigentümern und Gewerbebetrieben über Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energie. Denn es gebe sehr viele Förderprogramme, die den Energienutzern gar nicht bekannt seien. Damit spare der Kreis wiederum Geld ein, fördere die Wirtschaft und das Handwerk und könne die CO2-Emisionen senken. “Klimaschutz findet nicht im Himmel statt, sondern konkret vor Ort, wo Energie verbraucht wird„, schreibt der BUND..

Als Ziel geben die drei Organisationen vor, dass die CO2-Emissionen, die derzeit noch bei rund drei Milionen Tonnen lägen, bis zum Jahr 2035 auf null gesenkt würden. “Dies ist sicherlich ambitioniert, aber es gilt, die Klimaschutzvereinbarung von Paris zu erfüllen. Zudem geht die Klimaerwärmung immer weiter und wird bald den Wert von 1,5 Grad überschreiten, der eingehalten werden sollte.„ Um dies genauer zu überwachen, wird vorgeschlagen, dass der Wetteraukreis eine CO2-Bilanz für den gesamten Kreis erstellt und hierzu ein Monitoring einführt. Man könne sich bei vielen anderen Kommunen und Landkreisen anschauen, wie man erfolgreich Klimaschutzpolitik vor Ort mache und beispielsweise Leitlinien für klimagerechtes Bauen oder Konzepte für Umwelt- und Klimabildung in den Schulen aufgreife.

Der BUND schreibt weiter: “Zum Konzept gehört auch, dass die Ovag verstärkt Energiedienstleistungen anbietet. Gemeinsam mit Energieberatern und dem Handwerk soll nun Gebäude für Gebäude geschaut werden, wie ein geringerer Energieverbrauch auf erneuerbare Energien umgestellt werden kann.„ Zudem solle die Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) verstärkt werden.

Für den Anfang würden wegen der vielfältigen Aufgaben 10 bis 15 Personen vorgeschlagen. Dazu könnten laut BUND Fördermittel von bis zu 75 Prozent vom Land Hessen und der “Nationalen Klimaschutz-Initiative„ genutzt werden. Für Maßnahmen des Kreises gebe es dort weitere Fördermittel, sodass sich die künftigen Klimaschutzmanager durch die Einsparung von Energiekosten praktisch selbst finanzierten.

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