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King-Merchandise

Elvis-Ampel jetzt auf T-Shirts und Turnbeuteln

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Die Elvis-Ampeln in Friedberg sind schon jetzt weltweit bekannt - und der Hype geht weiter. Im Wetterau-Museum wurden zum 84. Geburtstag des King passende Ampel-Fan-Artikel vorgestellt.

Kleiner Einsatz, große Wirkung – so lässt sich dieser Coup zusammenfassen: "Das Echo war überwältigend", sagte die Erste Stadträtin Marion Götz (SPD), als sie am Dienstagabend im Wetterau-Museum die ersten Merchandising-Produkte rund um die Friedberger Elvis-Ampeln präsentierte. 900 Euro hat die Stadt in die schwarzen Folien investiert, die den King of Rock’n’Roll einmal stehend am Mikro (Rot) und einmal im sanften Wiegeschritt (Grün) zeigen. Seit Anfang Dezember regelt Elvis den Verkehr an drei Fußgängerüberwegen rund um den Elvis-Presley-Platz. Kaum hatte die WZ über die Ampeln berichtet, setzte ein wahrer Pressesturm aufs Rathaus ein.

Die Stadtverwaltung hat Listen mit deutschen und internationalen Presseberichten zusammengestellt. Die Listen sind unvollständig, füllen aber sechs Din-A-4-Seiten. Ob Süddeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger oder Berliner Zeitung, ob die Krone aus Österreich, der Sender lonelyplanet aus Melbourne/Australien oder das Newsportal globaltimes.cn aus China: Kaum eine Zeitung, ein Internetportal, ein Radiosender oder eine TV-Station, die nicht über die Elvis-Ampeln berichtet hätten.

Unzählige Interviewanfragen

Zehn Fernseh- und mehrere Radiointerviews gab Götz. Als sie dem Reporter von BBC World Rede und Antwort gestanden hatte und im Abspann hörte, der Sender habe weltweit 220 Millionen Zuhörer, musste sie schlucken. Am Dienstag war ein TV-Team aus Madrid im Rathaus, interviewte Götz für eine Reportagereihe, filmte den Elvis-Kreisel, die Elvis-Wegweiser und die kleine Elvis-Dauerausstellung im Wetterau-Museum.

Auf sie verweis auch Museumsleiter Johannes Kögler, als er die Geburtstagsgäste begrüßte. Rund 40 Mitglieder des Elvis-Presley-Vereins Bad Nauheim/Friedberg waren gekommen, die längste Anreise hatte ein Fan aus Wuppertal. Viele auswärtige Mitglieder hatten die Elvis-Ampeln noch nicht besucht, also wurde vor der Präsentation der Werbeartikel ein kleiner Spaziergang unternommen. Natürlich mit Selfies der Fans. Was die Autofahrer in der Wolfengasse und auf der Kaiserstraße über dieses für Friedberg doch recht neue Phänomen denken?

Postkarten, T-Shirts, Herrensocken

"Der touristische Erfolg für Friedberg ist jetzt schon spürbar, und er wird noch stärker", sagte Günter Kiefer, Vorsitzender des Elvis-Presley-Vereins. Beim Elvis-Weekend im August rund um den Todestag seien die Ampeln "eine weitere Anlaufstelle für Fans aus aller Welt". Götz erzählte noch einmal, wie es zur Idee der Elvis-Ampeln kam. Gerade einen Monat im Dienst, las sie eine Glosse im samstäglich erscheinenden "Kleinen Friedberger Guckkasten" der WZ. Wenn’s in Mainz Mainzelmännchen-Ampeln gibt, muss es in Friedberg auch Elvis-Ampeln geben, lautete der Tenor. Götz musste zunächst die eigene Verwaltung von der Idee überzeugen ("Die Ampelgestaltung zählt nicht zu den ersten Aufgaben der Straßenverkehrsbehörde"). Nachdem die Polizei keine Einwände hatte (die Verkehrssicherheit muss gewährleistet sein, das heißt: rotes und grünes Signal müssen klar erkennbar bleiben), legte ein heimischer Grafiker Entwürfe vor, und die Schablonen wurden in Auftrag gegeben.

Keiner hatte erwartet, dass die Aktion ein solch großes Echo hervorrufen würde. Als die Ampeln Anfang Dezember installiert waren und Medien in Südafrika, Saudi-Arabien, Singapur, Sachsen, Argentinien und vor allem aus allen Teilen der USA darüber berichteten, musste es schnell gehen. Christine Böhmerl und Lena Herget vom Kulturamt der Stadtverwaltung gaben die ersten Ampel-Werbeartikel in Auftrag: Postkarten (zu 1,50 Euro das Stück), T-Shirts (19,95) und Sportbeutel (12,95). Auch Baseball-Kappen mit dem Ampel-Logo wird es geben, Tassen, Thermoflaschen und "vielleicht sogar eine Spielzeug-Elvis-Ampel", wie Götz sagte.

Welche Werbeartikel sollen folgen? Beim Brainstorming hatten die Mitglieder des Elvis-Presley-Vereins viele Ideen: Herrensocken, Bierdeckel, Topflappen, Anstecknadeln, Herrenunterwäsche (der Wunsch einer Dame) und vieles mehr. Es wurde wohl schon öfter gesagt, darf aber an dieser Stelle nicht verschwiegen werden: Elvis lebt!

Info

Bestellung per Mail

Die Elvis-Ampeln stellen das Rathaus vor ganz neue Herausforderungen. Da es (noch) kein Tourismusbüro in Friedberg gibt und ein Onlineshop fehlt, wird überlegt, wo die Merchandising-Artikel angeboten werden. Bis dies geklärt ist, können Postkarten (1,50 Euro), Sportbeutel (12,95) und T-Shirts (19,95) bei Lena Herget im Kulturamt bestellt werden (Tel. 06031/88-319, E-Mail: lena-herget@friedberg-hessen.de). Bei der Messe Wetterau (17. bis 19. Mai) und am Elvis-Weekend im August sollen weitere Artikel vorgestellt werden. (jw)

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