bk_bingel_070821_4c
+
Raymund Hofmann (links am Rednerpult) hält die Laudatio für Rainer Bingel.

Eleganz und Leichtfüßigkeit

  • VonRedaktion
    schließen

Friedberg-Ockstadt (pm). Organisten Rainer Bingel ist kürzlich von Pfarrgemeinde Ockstadt für sein musikalisches Engagement geehrt worden. Beim Pfarrfestgottesdienst (die WZ berichtete) wurde seine 30-jährige Tätigkeit gewürdigt.

Schon im Kindesalter war Rainer Bingel vom Orgelspiel zutiefst beeindruckt. Die meiste Zeit seiner Gottesdienstbesuche verbrachte er auf der Empore der Pfarrkirche seiner Heimatgemeinde Heldenbergen. Gespannt und mit wachsender Begeisterung schaute er der damaligen Organistin Elisabeth May auf die Finger. In ihm reifte der Wunsch, dieses Instrument selbst zu spielen.

Noch während seiner Schulzeit nahm Rainer Bingel eine Ausbildung zum Kirchenmusiker am Institut der Diözese Fulda auf. Grundkenntnisse hatte er zuvor in Heldenbergen erlangt. Der verstorbene ehemalige Pfarrer Dr. Gebhard wurde auf den 19-jährigen Lioba-Schüler aufmerksam und gewann ihn 1990 für den Dienst des Organisten - zunächst in Ockstadt, später auch in Rosbach. Seit gut 30 Jahren ist Rainer Bingel in dieser Funktion tätig.

In Staunen versetzt den Zuhörer, mit welcher Hingabe und Eleganz seine Finger über die Tastatur des Orgeltischs gleiten und mit welcher Leichtfüßigkeit er die Pedale beherrscht. Zu einem musikalischen Erlebnis trägt die Klangfülle des Instruments mit seinen 2096 Pfeifen bei.

Vor 20 Jahren scharte Rainer Bingel auf Anregung des Pfarrgemeinderats Ockstadt Frauen und Männer um sich mit dem Ziel, Gottesdienste an Festtagen im Kirchenjahr mit ausgewählten Kompositionen zu auszugestalten. Zu den Proben trifft sich der Organist seitdem sonntags nach dem Abendgottesdienst mit der Erwachsenenschola. Rainer Bingel ist dabei nicht nur Motivator, er zeigt auch viel Geschick bei der Auswahl geeigneter Chorliteratur.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare