Einstmals Allerweltsarten, heute echte Raritäten

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Wetteraukreis(pm). Tiere wie der Feldhamster sind heute selten. Das liege unter anderem am Verlust reich strukturierter landwirtschaftlicher Flächen und einer sich ausbreitenden Agrarwüste, sagen die Grünen Wetterau. "Im Rahmen des Feldflurprojekts Wetterau werden Tierarten wie Grauammer, Rebhuhn und Feldhamster und auch viele Pflanzen wie Ackerwildkräuter in ihrem Bestand geschützt oder es wird ihre Rückkehr ermöglicht", so Kathrin Anders, Wetterauer Landtagsabgeordnete der Grünen.

"Die Wetterau mit ihren sehr guten Ackerböden bietet seit jeher gute Lebensräume. Aber auch hier sind die Folgen des landwirtschaftlichen Strukturwandels spürbar", sagt Anders. Über das Feldflurprojekt müsse dafür gesorgt werden, dass die Wetterau weiterhin ein stabil besiedeltes Gebiet bleibt. Dank gelte an dieser Stelle dem amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutz, der Jägerschaft und der Landwirtschaft. Ohne eine enge Zusammenarbeit sei kein Fortschritt möglich. Gemeinsam hätten etwa bereits Rebhuhn-Schutzmaßnahmen mit Erfolg umgesetzt werden können.

Im Rahmen des Programms "Förderung von Leitarten der Feldflur" unterstütze die Landesregierung bereits seit 2018 acht Projekte mit insgesamt 1,2 Millionen Euro. Zwei weitere Projekte sollen im Herbst an den Start gehen. Auf fünf Prozent der insgesamt 50 000 ha großen Fläche sollen gemeinsam mit Naturschutz und Landwirtschaft Arten des vielgestaltigen Lebensraums "Feldflur" erhalten und geschützt werden.

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