Einsatz für ein gutes Leben trotz Behinderung

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Mirjam Fuhrmann, Direktkandidatin der SPD in der südlichen Wetterau für die Landtagswahl, hat ihre Besuchsreihe "Kaffeeklatsch" begonnen. Mit diesem Veranstaltungsformat möchte sie mit Bürgern über Themen ins Gespräch kommen, die ihr am Herzen liegen. Die Gastgeber kochen Kaffee und laden Bekannte und Nachbarn zu sich nach Hause ein, die Kandidatin bringt den Kuchen mit.

Mirjam Fuhrmann, Direktkandidatin der SPD in der südlichen Wetterau für die Landtagswahl, hat ihre Besuchsreihe "Kaffeeklatsch" begonnen. Mit diesem Veranstaltungsformat möchte sie mit Bürgern über Themen ins Gespräch kommen, die ihr am Herzen liegen. Die Gastgeber kochen Kaffee und laden Bekannte und Nachbarn zu sich nach Hause ein, die Kandidatin bringt den Kuchen mit.

Fuhrmanns erster "Kaffeeklatsch" führte zu Familie Viehl in Friedberg. Thema war das Leben einer Familie mit einem behinderten Kind. Eigentlich sollte Jonathan laut Prognose der Ärzte maximal zwei Jahre leben. Er hat die seltene Krankheit Septo-optische Dysplasie. Nun ist er 14 Jahre alt und ein aufgeweckter Junge. Wie kaum ein anderer Junge in diesem Alter kann er zum Beispiel Ereignisse der letzten zehn Jahre mit genauem Datum wiedergeben.

Seine Eltern führen seit seiner Geburt einen Kampf für ihr Kind. Zuerst galt es, Jonathan ein möglichst gutes Leben zu ermöglichen. Dass er blind sein würde, bestätigte sich nicht, aber er ist schwerst sehbehindert. Also zog Familie Viehl nach Friedberg, denn dort gibt es die Landes-Blindenschule.

Allerdings sollte Jonathan erst mal in eine Regel-Kita gehen, um in einer sehenden Welt aufzuwachsen. Der Besuch einer Regelschule war nicht möglich. Aus diesem Grund wurde er in der Johann-Peter-Schäfer Schule, der Landes-Blindenschule Hessen, eingeschult. Aktuell besucht er eine Klasse für Lernhilfeschüler. Jonathans Eltern wünschen sich, dass er mindestens die Hauptschulklasse besuchen kann, um irgendwann einmal seinen Regelschulabschluss zu machen.

"Ich bin tief beeindruckt, welche Kraft Eltern aufwenden, um ihrem behinderten Kind ein gutes Leben zu ermöglichen. Die Gesellschaft muss dieses Engagement unterstützen. Und wir müssen lernen zu verstehen, was es heißt, ein Leben mit einem behinderten Kind zu führen. Und zu guter Letzt sollte man bei Pflege nicht immer nur an alte, pflegebedürftige Menschen denken. Es gibt auch Kinder, die Pflege benötigen, und darauf wird viel zu wenig individuell eingegangen, zum Beispiel bei der Bewilligung von Zuschüssen für behindertengerechte Umbauten", äußert sich Fuhrmann und fordert, dass nachgebessert wird.

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