Corona hat auch beim Vulkan-Express für weniger Fahrgäste gesorgt. Dennoch ist die VGO insgesamt zufrieden mit der Saison. FOTO: VGO FRIEDBERG/STEFFEN LÖFFLER, FULDA
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Corona hat auch beim Vulkan-Express für weniger Fahrgäste gesorgt. Dennoch ist die VGO insgesamt zufrieden mit der Saison. FOTO: VGO FRIEDBERG/STEFFEN LÖFFLER, FULDA

Eingeschränkte Jubiläumssaison

  • vonred Redaktion
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Wetteraukreis(pm). Die seit 20 Jahren als Vogelsberger Vulkan-Express bekannten Buslinien mit Radtransport konnten ihr Jubiläumsjahr trotz Corona-Einschränkungen zu einem guten Abschluss bringen. "Knapp 30 000 Fahrgäste und etwa 9250 transportierte Räder sind unter den Bedingungen der letzten Monate ein Ergebnis, mit dem man zufrieden sein kann. Wir haben mit weniger Zuspruch vonseiten unserer Fahrgäste gerechnet", resümiert Armin Klein, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO), die von Mai bis Oktober 2020 dauernde Saison.

Vermutlich habe die coronabedingte Freizeitgestaltung zu Hause für den Zuspruch bei der Nutzung des Vulkan-Expresses eine nicht unerhebliche Rolle gespielt. "Am 1. Mai dieses Jahres war für das Vulkanfest auf dem Hoherodskopf ein großes Jubiläumsprogramm geplant, mit dem wir das 20-jährige Bestehen unserer Buslinien feiern wollten. Leider fiel unser Vorhaben - wie so viele andere in der Region - den Corona-Beschränkungen zum Opfer", bedauert Klein.

Sechs Linien

In diesem Jahr wurden erstmals die Orte Nieder-Wöllstadt, Assenheim, Nieder-Florstadt, Ober-Florstadt, Staden, Nieder-Mockstadt und Ranstadt in die Vulkan-Express-Linie VB-93 integriert. Damit wird die südliche Wetterau bzw. der Premiumradweg "Niddaroute" noch besser an den Naturpark Hoher Vogelsberg angebunden. Die Linie VB-93 führt ab Nieder-Wöllstadt über die vorgenannten Orte nach Nidda und weiter über Schotten bis zum Hoherodskopf (und zurück). In Nieder-Wöllstadt besteht Anschluss an die S-Bahn-Linie S6 aus und in Richtung Friedberg bzw. Karben, Bad Vilbel und Frankfurt. "Die Erweiterung des Verkehrsangebots war nur durch die finanzielle Beteiligung der Kommunen Wöllstadt, Niddatal, Florstadt und Ranstadt möglich", erläutert Klein.

Die sechs Vulkan-Express-Linien VB-90 bis VB-95 sind von Mai bis Oktober an allen Samstagen, Sonn- und Feiertagen in der Region Vogelsberg und Wetterau unterwegs. Fünf Linien treffen sich auf dem Hoherodskopf, eine Linie begleitet fast den gesamten Vulkanradweg. Weitere verkehren teilweise entlang des Vulkanradwegs, Südbahnradwegs sowie der Niddaroute.

Fahrradtransport

Insbesondere Wanderer und Radfahrer nutzen die auf Freizeitaktivitäten abgestimmten Busverbindungen, jedoch sind alle Linien "ganz normaler" ÖPNV und von jedermann nutzbar.

Das Besondere am Vulkan-Express: In den mitgeführten Anhängern können Fahrräder transportiert werden. Für Fahrgäste gilt der normale RMV-Tarif, der Radtransport ist dabei kostenlos.

Umsteigemöglichkeiten zwischen Bahn und Vulkan-Express bestehen an den Bahnhöfen Lauterbach, Mücke, Hungen, Glauburg-Stockheim, Nidda, Wächtersbach und seit der Saison 2020 auch in Nieder-Wöllstadt. "Wie lange uns die Pandemie im öffentlichen und privaten Leben noch einschränken wird, kann keiner vorhersagen. Wir hoffen für uns alle, dass die nächste Saison im Mai 2021 wie gewohnt starten kann", wagt Klein einen Blick in die Zukunft. So steht auch noch nicht fest, ob das etablierte Vulkanfest am 1. Mai 2021 auf dem Hoherodskopf stattfinden kann. Diese Entscheidung ist von der weiteren Entwicklung der Pandemie abhängig.

Mehr Informationen zum Vulkan-Express und zum ÖPNV allgemein gibt es bei der VGO in den Service-Zentren in Alsfeld, Gießen und Friedberg, telefonisch unter 0 66 31/96 33 33 sowie online unter www.vgo.de/vulkan- express.

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