Drei der sieben jungen Erwachsenen, die ihr Abi mit 1,0 gemacht haben (v. l.): Joelina Gärtner (sie hat 892 von 900 möglichen Punkten geholt), Anabel Jost und Max Wäsch. 	FOTO: PM
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Drei der sieben jungen Erwachsenen, die ihr Abi mit 1,0 gemacht haben (v. l.): Joelina Gärtner (sie hat 892 von 900 möglichen Punkten geholt), Anabel Jost und Max Wäsch. FOTO: PM

Auf in eine goldene Zukunft

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Friedberg (pm). Diese Verabschiedung wird man an der Augustinerschule so schnell nicht vergessen: Statt in einer akademischen Feier in der Stadthalle erhielten die Abiturienten ihre Zeugnisse in jeweils einstündigen, kleineren Zeremonien. Nur jeweils eine oder zwei Klassen, je nach Größe, konnte mit ihren Tutoren in der Aula feiern. Die Schüler wurden dabei lediglich von ihren Eltern begleitet; für Großeltern, Geschwister und Freunde stellte die Schule einen Livestream zur Verfügung.

So konnten sich alle die Rede des Schulleiters anhören, die an das Motto des diesjährigen Jahrgangs, »ABIn die Goldenen Zwanziger«, angelehnt war. Martin Göbler warf dabei die Frage auf, ob der Leitspruch eine Flucht nach hinten, in die Zeit der Weimarer Republik, oder eine nach vorne bedeute. Beides ermögliche sowohl eine oberflächliche als auch eine reflektierte Lesart.

Joelina Gärtner mit Traumnote

Göbler konzentrierte sich auf letztere und verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Zukunft der Abiturienten eine goldene sein möge, wies allerdings darauf hin, dass die Gesellschaft vor gewaltigen Herausforderungen stehe und dabei auf die junge Generation vertrauen müsse. Er warnte vor dem Erstarken radikaler Kräfte - eine Parallele zur Weimarer Republik - und appellierte an die Zuhörer, »nicht alles, was glänzt, für Gold zu halten«. Man müsse Behauptungen hinterfragen, sich für die Wahrheit und einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser engagieren sowie Rückgrat zeigen und Vertrauen zu schaffen.

Die Tutorel ließen mit kurzen Reden die Zeit Revue passieren, wobei man ihnen anmerkte, dass in den vergangenen zwei Jahren auch eine persönliche Bindung entstanden war. Die einzelnen Gruppen ließen es sich auch nicht nehmen, Dankesworte an die Lehrkräfte zu richten - nachdem ihnen feierlich die Zeugnisse ausgehändigt worden waren. Dazu kam jeder auf die Bühne, um dort unter Aufsicht des Studienleiters Dr. Jochen Berger das begehrte Dokument entgegenzunehmen.

Jede kleine Verabschiedung schloss auch eine Ehrung von Schülern ein, die besondere Leistungen in diversen Fächern erbracht hatten und dafür Geld- und Buchpreise erhielten. Sieben konnten die Traumnote 1,0 erreichen: Antonia Glaum, Anabel Jost, Tobias Neumann, Inga Pfuhl, Mona Soleimankhani, Max Wäsch und Joelina Gärtner. Letzerer erreichte 892 von 900 möglichen Punkten in der Addition aller eingebrachten Kurse. Insgesamt war der Jahrgang laut Göbler mit einem Notenschnitt von 2,14 der beste seit Beginn der Berechnungen der Durchschnittsnote Mitte der 90er Jahre. Gleich 41-mal stand die Eins vor dem Komma.

Preise für Felix Heß und Jonas Adi

Des Weiteren wurden geehrt: Allegria Mühlbauer, Noemi Tortell (beide Spanisch), Liz Hartmann, Eric Weigl (beide Chemie), Jan Badow, Tobias Neumann (beide Physik), Jan Badow, Nele Doerk, Bjarne Freund, Samuel Koch (alle Informatik), Tao Wang (Chemie/Informatik), Tobias Jedich (Mathematik), Leonie Wiegel (Musik), Maya Jungmichel (Geschichte), Alissa Gaber, Antonia Glaum, Inka Ziegler (alle evangelische Religion), Anabel Jost (Französisch/Spanisch/ev. Religion) und Joelina Gärtner (Französisch/Chemie).

Die Chemie-Preise wurden vom Ehrengast, der ehemaligen Studienleiterin Barbara Weigl, überreicht.

Auch das immer wichtiger werdende soziale Engagement sollte nicht zu kurz kommen, sodass der ehemalige Schulsprecher Felix Heß vom Vorsitzenden des Rotary-Clubs in spe, Michael Frielinghaus, sowie Jonas Adi in Namen des Fördervereins für ihre besonderen Verdienste um die Schule ausgezeichnet wurden.

Schüler senden Livestream

Virtuelle Grußworte per Video kamen von den Vorsitzenden des Fördervereins sowie des Schulelternbeirats in Person von Silke Sommer und Olaf Rieck und vom 2. Vorsitzenden der Vereinigung Ehemaliger Augustinerschüler, Heiko Weber. Für den Livestream zeichnete nicht er verantwortlich, wie es fälschlicherweise in der WZ vom vergangenen Samstag hieß, sondern es waren die ehemaligen Schüler Jens Häuser und Claudius Köhs sowie Q 2-Schüler René Uhlig.

Musikalisch anspruchsvoll umrahmt wurden die Veranstaltungen von einem Streicher-Trio, bestehend aus Zoey Straka, Olivia White und Dorian Schwalm, sowie von René Uhlig am Klavier.

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