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Barbara Feldmeyer und Bernd Grillenberger (2. und 3. von rechts) führen die Teilnehmer in die Welt der Insekten ein.

Einblicke in die Welt der Insekten

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Friedberg (pm). Die Corona-Lockerungen machen es möglich: Nach rund eineinhalb Jahren hat der NABU Friedberg wieder eine kleine Exkursion organisiert. Mit den Referenten Barbara Feldmeyer und Dr. Bernd Grillenberger ging es ins Reich der Insekten.

Zu Beginn gab es etwas Theorie. Insekten lassen sich von anderen Tiergruppen - wie Spinnen - durch den dreiteiligen Körper mit Kopf, Brust und Hinterleib unterscheiden. Ausgewachsenen Insekten haben alle sechs Beine. Großes Erstaunen bei einigen Besuchern löste die Zahl der in Deutschland beheimateten Insekten aus: rund 33 000 Arten.

Dann ging es los. Am Waldrand bei Ockstadt wurden erste Beobachtungen gemacht. Hummeln, Wildbienen, Raupen, Schmetterlinge, Fliegen, Käfer, Wanzen und Heuschrecken wurden entdeckt.

Kinder fingen mit einem Kescher verschiedene Arten, darunter wenig bekannte wie Blutbiene oder Raubfliege. An Brennnessel-Blättern war ein »Nest« von Raupen des Tagpfauenauges zu sehen. Außer einigen Kohlweißlingen war allerdings kaum eine andere Schmetterlingsart vertreten.

Wanzen- und Käferarten wurden auch beobachtet. Gerade einige Käfer sind nicht einfach zu bestimmen. Feldmeyer: »Mit kleinen schwarzen Käfern ist es wie mit kleinen braunen Vögeln: Erst nach sehr genauer Betrachtung lässt sich die Art bestimmen.«

Wie allen Besuchern auffiel, waren recht wenige Insekten zu sehen. »Bei den vielen Blüten am Waldrand waren eigentlich viele Beobachtungen zu erwarten. Ob das kalte Wetter im Frühjahr die Ursache ist oder ob auch das ein Indiz für den weltweit beschriebenen Rückgang der Menge an Insekten ist, lässt sich so nicht beantworten«, sagte Feldmeyer.

Nach gut zwei Stunden wurde die Exkursion beendet. »Sie machte Appetit auf mehr Einblicke in die spannende Welt der heimischen Insekten«, lautete das NABU-Fazit. FOTO: PV

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