Walter Felhölter †
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Walter Felhölter †

Ehrenschildträger Walter Felhölter †

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Friedberg (jw). »Schön reden tut’s nicht, die Tat ziert den Mann.« Dieses Leitwort des Sozialreformers Adolph Kolping galt Walter Felhölter als Lebensmotto. Am Sonntag, 2. August, ist der Ehrenschildträger der Kreisstadt Friedberg im gesegneten Alter von 98 Jahren gestorben; wie die Familie mitteilt, ist er zu Hause friedlich eingeschlafen.

Felhölter, geboren am 16. April 1922 in Osnabrück, kam 1940 erstmals nach Friedberg zum Studium am Polytechnikum. Der Krieg brachte vieles durcheinander. Erst im März 1947 wurde Felhölter aus dem Kriegsgefangenenlager in Alabama und Mississippi entlassen. In Friedberg heiratete er Lieselotte Custor, die beiden bekamen zwei Töchter. Nach verschiedenen Berufsstationen war Felhölter bis zur Pension 1987 technischer Werksleiter der Stadtwerke Friedberg. In der Freizeit engagierte er sich in der Kolpingbewegung und in der katholischen Kirchengemeinde, war Dekanatsratsvorsitzender und Mitglied des Katholikenrates der Diözesanversammlung, außerdem Vorstandsmitglied der CDU, stellvertretender Vorsitzender der Senioren-Union, organisierte Bildungsfahrten und den Europa-Ball für den Europa-Club.

Für sein Wirken im Rahmen der Verschwisterung wurde Felhölter 1990 mit dem Ehrenschild der Stadt Friedberg ausgezeichnet. Er war auch Ehrenbürger von Alabama, organisierte Treffen ehemaliger Kriegsgefangener. Auf seine Initiative geht die Gründung eines Museums zur Erinnerung an US-Kriegsgefangenenlager in Aliceville zurück. Weitere Ehrungen folgten. Nach dem Tod seiner Frau Lieselotte im Juli 2006 gab Felhölter seine Aktivitäten nach und nach ab, zeigte aber stets Interesse am öffentlichen Leben.

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