Anlagerichtlinie

Edelmetalle oder Bitcoins sind für den Kreis tabu

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Wetteraukreis (prw). Keine Aktien eines einzelnen Unternehmens, keine Fremdwährungsanlagen, Investitionen in Edelmetalle oder in Kryptowährungen wie den Bitcoin: Wie der Wetteraukreis sein Geld anlegen soll und darf, wurde nun in einer Anlagerichtlinie festgeschrieben, über die der Kreistag in der Sitzung am Dienstag abstimmt.

Wie Finanzdezernent Matthias Walther (CDU) mitteilt, wolle man es soweit möglich vermeiden, für die liquiden Mittel Zinsen zu zahlen. »Dafür prüfen wir regelmäßig die verschiedenen Anlagemöglichkeiten. Zentral für unsere Entscheidungen ist dabei die Sicherheit der Anlage.« Bei einem Haushaltsvolumen von mehr als 450 Millionen Euro seien die Kapitalflüsse in der Kreisverwaltung komplex. Es sei sicherzustellen, dass notwendige Mittel termingerecht zur Verfügung stehen.

Der Kreis habe finanzielle Risiken grundsätzlich zu minimieren. Spekulative Finanzgeschäfte seien nach der Hessischen Gemeindeordnung verboten, genauso wie Fremdwährungsgeschäfte und die Aufnahme von Fremdmitteln zur Geldanlage. »Wenn wir die eingeholten Anlagevorschläge sichten, nehmen wir sofort die Einlagensicherungssysteme und das positive Rating der Anbieter in den Blick. Wir achten zudem auf eine ausreichende Streuung über unterschiedliche Kreditinstitute. Die Richtlinie gibt hier einen klaren Handlungsrahmen vor«, sagt Inga Wagner, Leiterin des Fachdienstes Finanzen.

Zuständig für die Entscheidung bei kurz- und mittelfristigen Anlagen ist der zuständige Dezernent, also derzeit Walther. Bei Anlagen über zehn Millionen Euro ist die Zustimmung des Landrates einzuholen. Die Entscheidung für langfristige Geldanlagen bedarf der Zustimmung durch den Kreisausschuss.

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