Dreimal die Traumnote

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. Am Ende des Schuljahres hieß es Abschied nehmen. Nach acht (oder auch neun) Jahren endete für 124 Abiturienten die Zeit an der Augustinerschule, was in der Stadthalle doppelt zelebriert wurde: mit einer akademischen Feier am Vormittag und einem prunkvollen Ball am Abend. Besonders schön war der Tag für André Bartsch, Paulina Kiefner und Katharina Wagner, denn unter ihrem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife prangt die Traumnote 1,0.

. Am Ende des Schuljahres hieß es Abschied nehmen. Nach acht (oder auch neun) Jahren endete für 124 Abiturienten die Zeit an der Augustinerschule, was in der Stadthalle doppelt zelebriert wurde: mit einer akademischen Feier am Vormittag und einem prunkvollen Ball am Abend. Besonders schön war der Tag für André Bartsch, Paulina Kiefner und Katharina Wagner, denn unter ihrem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife prangt die Traumnote 1,0.

Eingerahmt von der ASF-Big-Band unter der Leitung von Stefan Groh, die "On Broadway" und "Fly me to the moon" zum Besten gab, eröffnete Schulleiter Martin Göbler die akademische Feier. Seine Festrede nahm sich des Abi-Mottos "CABItol- Die Tribute verlassen die Arena" an. Das Motto ist angelehnt an "Die Tribute von Panem".

Im Anschluss daran richteten Ulrike Rhein-Kunz vom Elternbeirat und Tina Ohl als Vertreterin des Vereins der Förderer einige Worte an die Festgemeinde, wobei sie in erster Linie die Rolle der Eltern hervorhoben, die ihre Kinder auf dem langen Weg begleitet hatten.

37-mal eine Eins vor dem Komma

Während und nach der Ausgabe der Abiturzeugnisse wurden Ehrungen für besondere Leistungen in bestimmten Fächern vorgenommen. Einige Schüler durften sich in diesem Zuge mehrfach auf die Bühne begeben. Im Einzelnen waren dies Sophie Kaiser (Französisch), Lilian Wahl, Clara Weiss (beide Evangelische Religion), Anne-Sophie Becker (Evangelische Religion, Geschichte), Sarah Michel (Evangelische Religion, Sport), Paulina Kiefner (Geschichte), Maya Ziegler (Chemie), Thilo Duve (Chemie, Physik), Hendrik Gressmann, André Bartsch (beide Physik), Florian Walkenhorst (Physik, Informatik), Jonas Ernst und Simon Gröger (beide Informatik). Ben Mayer bekam gar drei Preise überreicht, und zwar jeweils in Mathematik, Physik und Informatik. Des Weiteren wurde André Bartsch von Hans Rückert als Vertreter des Rotary-Clubs für sein außergewöhnliches soziales Engagement geehrt. In 37 der 124 Zeugnisse dieses Jubiläumsjahrgangs – die Augustinerschule feiert 2018 ihr 475-jähriges Bestehen – steht eine Eins vor dem Komma, 63-mal eine Zwei. Insgesamt ergebe das laut Göbler einen Durchschnitt von 2,34, womit die Augustinerschule im Ländervergleich (nach den Zahlen von 2016) an Platz vier stehe.

Nach der Ehrung der besten Absolventinnen und Absolventen trat die Mehrzahl der jungen Damen den Gang zum Friseur an, und folgerichtig gaben diese und die Herren der Schöpfung in ihren Kleidern und Anzügen am Abend ein ebenso prachtvolles wie farbenfrohes Bild ab. Auch hier lautete das Motto "The Hunger Games", wobei sich einige Lehrer in die Arena begeben durften und ihre Sache durchweg ordentlich machten. Neben unterschiedlichen Darbietungen, unter anderem von der Akrobatik-Gruppe Viatu der Turngemeinde Ober-Rosbach, die eine beeindruckende Show ablieferte, stachen zwei Reden aus dem Programm hervor. Taisha Krause und Paul Walke präsentierten einen launigen Rückblick auf ihre Schulzeit in 13 Kapiteln, der mit dem Wunsch jedes Schülers, den Bus zu erwischen, begann – und mit dem Wunsch kurz vor dem Abitur, "der Bus möge einen erwischen", endete.

Fremdwörter als Unterhaltungsfaktor

Besonderes Merkmal des von vielen Lachern begleiteten und mit Szenenapplaus quittierten Vortrags war der Einbau von Fremdwörtern, die ihnen eine Geschichtslehrerin im Laufe der Qualifikationsphase beigebracht hatte. Besagter Lehrerin, Annabelle Brehme, sowie ihrem Kollegen Rico Schonscheck war es vorbehalten, diese Vorlage zu kontern. Dies gelang ihnen – selbstredend unter Verwendung weiterer Fremdwörter – glänzend. Die verschiedenen Fächer an der Augustinerschule repräsentierten dabei die Distrikte von Panem, die Schülerschaft die unterschiedlichen Tribute.

Zum Finale betraten die (nun endgültig ehemaligen) Schüler die Bühne und verabschiedeten sich damit von ihrer Schulzeit, um abschließend auf der Aftershow-Party im Gießener Club "Admiral" die Nacht zum Tag zu machen. Heiko Weber

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