Drei Stunden »Show-Marathon«

  • VonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Der Abend wurde erneut ein Beispiel für die kulturelle Vielfalt in der Wetterau. Genau das ist die Idee von Initiatorin Cornelia Wenk von »Demokratie leben« des Wetteraukreises und die durch die regionalen Veranstalter Harry Thyssen und Oli Becker im letzten Jahr umgesetzt worden war.

Nur die im Friedberger Rathauspark geplante Abschlussveranstaltung konnte wegen der damals schon gestiegenen Infektionszahlen nicht mehr stattfinden. Das wurde am Samstagabend in der Bad Nauheimer Trinkkuranlage in Cooperation mit der Stadt Bad Nauheim unter dem Motto »Noch einmal alle zusammen« nachgeholt.

»Wir wissen jetzt solche Veranstaltungen ganz besonders zu schätzen. Ich bin heute sehr emotional«, bekannte Bürgermeister Klaus Kreß als Gastgeber in seinem Grußwort.

Alle noch mal auf der Bühne

Wie vielfältig die Wetterauer Kulturszene ist, das wurde an diesem Abend deutlich. Profis, Amateure und Vereine sowie Nachwuchs und gestandene Künstler aus ganz unterschiedlichen Bereichen gestalteten den dreistündigen »Show-Marathon«, wie Moderator Oli Becker die Veranstaltung nannte.

Doch Becker war nicht lange alleine auf der Bühne, wurde er doch von »Frau Kraft« alias Markus Karger gestört »Die »Landfrau aus Stockheim« forderte »Liebe für alle«, was sie mit dem Mary-Roos-Klassiker »Nur die Liebe lässt uns leben« eindrucksvoll zelebrierte.

Vor dem Showstart auf der um eine »Wasserbühne« erweiterten Bühne unterhielten der Musikverein Ober-Wöllstadt mit volkstümlicher Blasmusik und die Roten Husaren des MCC Ober-Mörlen mit modernem Brass-Band-Sound die Besucher.

Als »Welcome-Act« fungierte der Rosbacher Lothar Halaczinsky, der am Eingang Songs von Neil Young bis Johnny Cash sang und spielte, während die Rockenberger Seifenblasenkünstlerin Christine Alles mit ihren »Glücksblasen« für einen ersten Hingucker sorgte.

Etwas für die Augen war einmal mehr die fetzige Rock’n’Roll-Tanzshow der Lollipops aus Rosbach, die ebenso viel Beifall erhielten wie die beiden Tanzmariechen des MCC Ober-Mörlen.

Im Mittelpunkt des Abends standen ganz unterschiedliche musikalische Darbietungen. Kathrin Zippel und Gunter Engelmann sowie Cajón-Spieler Tom sangen und spielten ihre Versionen zweier Hits von Alicia Keys und Jason Reed. Die junge Lisa Steinbrück, eigentlich Sängerin einer Punk-Band, begeisterte mit ihrer unglaublichen Rockröhre, während der frühere DSDS-Teilnehmer Moritz Bierbaum aus Karben den modernen Schlager zelebrierte.

Für Stimmung sorgte die fünfköpfige Gesangsgruppe der Karbener Weiberfassenacht, während Sängerin Bille vom Butzbacher »Rock-o-Duo« mit ihrem Spiel auf der weißen Geige besondere Akzente setzte.

Didi Iffland vom Büdinger Veranstaltungsbüro »Andersland« sang Rockklassiker wie »Let’s work together«. Er begeisterte ebenso wie Nick Ramshaw mit zwei selbst geschriebenen Popsongs. Beide sind genauso »Alte Hasen« wie die Büdingerin Tine Lott, die mit dem a cappella gesungenen »Mercedes Benz« von Janis Joplin und Leonard Cohens »Halleluja« für erste Zugabe-Rufe der mehr als 200 Besucher sorgte.

Zwischen den Gesangsauftritten präsentierte Radio-FFH-»Dummfrager« Boris Meinzer Höhepunkte aus 15 Jahren Dummfragerei in Hessen. Jung-Zauberer Lauren Kaiser aus Gedern verblüffte mit Karten- und Seiltricks.

Mit drei Highlights endete der Kultur-Marathon: Antje Pode und Dieter Becker vom Bad Vilbeler Theater Artistico bekamen für ihre harmonisch-kraftvolle Partner-Akrobatik immer wieder Zwischenbeifall. Singer-Songwriter Yannik Di Mari sang passend »Hier und Heute«.

Den Schlusspunkt setzte die Bad Nauheimer Sängerin Nadine Wopp mit ihrem CD-Titel-Song »Komm nach Hause«, begleitet von Gitarrist Mirco Sonntag.

Nick Ramshaw spielt seine Eigenkompositionen.

Rubriklistenbild: © Loni Schuchardt

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