Hier im Bereich Wetteraustraße, Kammerfeldstraße, Kirschgasse gibt es öfters brenzlige Situationen. FOTO: NICI MERZ
+
Hier im Bereich Wetteraustraße, Kammerfeldstraße, Kirschgasse gibt es öfters brenzlige Situationen. FOTO: NICI MERZ

Dorheimer Gefahrenstelle

  • vonred Redaktion
    schließen

Friedberg-Dorheim(pm). "Es hat vergangenen Samstag in dieser gefährlichen Kurve wieder mal gekracht", teilt der Dorheimer Ortsvorsteher Dr. Klaus-Dieter Rack (SPD) mit und fragt sich, "wie viele Unfälle noch geschehen müssen, bis sich endlich die wiederholt beantragten Änderungen in diesem Bereich ergeben". Rack geht es um die Kreuzung am Friedhof, Wetterau- und Kammerfeldstraße aufeinander treffen und die Kirschengasse abzweigt.

Der Ortsvorsteher schildert den Unfall am Samstag folgendermaßen: "Ein vorfahrtberechtigtes Auto aus Richtung Fauerbach wollte offenbar in die Kirschengasse einbiegen und wurde von einem Pkw aus Richtung Friedberg in der Seite ›gerammt‹". Das aus Richtung Friedberg kommende Auto wollte laut Rack in die Ortsmitte einbiegen, habe aber die Vorfahrt des anderen Wagens missachtet. "Folge: Einsatz von Polizei, Rettungssanitäter und Abschleppwagen."

Kreisverkehr-Idee bereits verworfen

Bisher habe es keine größeren Unfälle mit erheblichen Personenschäden gegeben, aber von Beinahe-Unfällen wegen überhöhter Geschwindigkeit und Vorfahrt-Missachtung könnten alle Anwohner und zufällig Vorbeilaufende seit Änderung der Vorfahrtberechtigung nach Eröffnung der Ortsumgehung im Jahre 2012 berichten.

Die SPD im Ortsbeirat Dorheim habe schon wiederholt mit Anträgen auf die Gefährlichkeit der Kurvensituation hingewiesen, doch bisher seien kaum nennenswerte Änderungen vorgenommen worden, kritisiert Rack. Die Einrichtung eines überfahrbaren Kreisverkehrs an dieser Stelle sei von der städtischen Bauverwaltung mit Hinweis auf die Nichtgenehmigung durch Hessen Mobil verworfen worden. Unter anderem sei "die angeblich geringe Fläche" als Ablehnungsgrund für einen Kreisel genannt worden. Verweise des Ortsbeirats auf die kleinräumigen Kreisel am "Hanauer Hof" und am "Goldenen Fass" seien vom Land Hessen nicht weiter verfolgt worden.

In Racks Pressemitteilung heißt es weiter: "In der Ortsbeiratssitzung vom 23. September 2020 hatte deshalb SPD-Ortsbeiratsmitglied Karl Fölsing angeregt, die Landesstraße (L 3351) von Fauerbach nach Friedberg als Teil der südlichen Wetteraustraße zu einer Stadtstraße herabstufen zu lassen, damit die Stadt dort entsprechende Gestaltungsgewalt bekommt - für einen Kreisel und auch für Überwege gemäß Schulwegeplan."

Im wiederholten SPD-Antrag sei im September auch eine neue und größere Beschilderung verlangt worden, so das Verkehrsgefahrenkennzeichen 103 für "Gefährliche Kurve". "Zudem sollte nun endlich die immer noch leicht sichtbare Altmarkierung der früheren Vorfahrtsstraße aus der B-455-Zeit entfernt werden", schreibt Rack. "Hingegen sollte für die Verkehrsteilnehmer aus Richtung Friedberg und Linksabbieger in den Ort mit einer gestrichelten Linie signalisiert werden, dass an dieser Stelle die Vorfahrt aus Richtung Fauerbach gekreuzt wird."

Diese Antragspositionen seien bis heute nicht vollzogen worden, kritisiert der Ortsvorsteher - "mit dem Resultat dieses samstäglichen und mutmaßlich kommender weiterer Unfälle".

Wie Rack abschließend mitteilt, hat die SPD Dorheim eine "Entschärfung dieser gefährlichen Kurvensituation" in ihr Wahlprogramm 2021-2026 aufgenommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare