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»Just Queen« sorgt für Stimmung.

»Dorf der guten Ideen« feiert beim Kerb-Ersatz

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Friedberg-Dorheim . Was ist Wacken, was war Woodstock? Open Air in Dorheim ist aktuell das Maß der Dinge. Unter dem Motto »Dorheim - ganz entspannt« ging der Vereinsring volles Risiko und bot den Einwohnern einen Ersatz für die legendäre Zeltkerb am ersten Wochenende im September an. Ergebnis: zwei traumhafte Tage, die sicher unvergesslich bleiben.

Helferschar aus zehn Vereinen

Elemente der Kerb, wie die Abholung des Bürgermeisters von zu Hause und das Aufstellen des Kerbbaumes blieben zwar erhalten, aber das war es dann im Grunde schon mit der Vergangenheit. Was dann kam war neu und so bisher noch nicht erlebt. Der oft zitierte »Wettergott« muss zu Dorheim ein besonderes Verhältnis haben, denn besser ging es nicht. Strahlend blauer Himmel tagsüber und abends angenehme Temperaturen. Kaiserwetter.

Begleitet vom mächtig aufspielenden Musikcorps eröffnete Bürgermeister Dirk Antkowiak die Veranstaltung - ohne Fassbieranstich, aber mit viel Gefühl. Man merkte ihm an, dass die am Freitag gemessene Inzidenz von 99,2 gerade noch unter der 100 lag und ihn vor einer Absage des Festes bewahrte. So war er Dauergast und durfte am Samstagabend Patrizia Rosini mit Partner Gaetano Trinaccio als »United Feeling« erleben, die den Gästen in der voll besetzten »Kerbplatzbox« viele »Ahs« und »Ohs« entlockten.

Da spielte es keine Rolle, dass es als Speisen lediglich Brat- und Rindswürste gab, dafür aber Bier in handlichen Gläsern. »United Feeling« bot »ganz großes Kino«, und Corona sowie Alltagsstress gerieten völlig in Vergessenheit.

Erstklassig auch am Sonntag die »Äppelquetscher« mit dem Dorheimer Andreas Klughammer, der wahrhaft den Hammer rausholte und die Open-Air-Arena zum Kochen brachte. Zeit zum Abkühlen blieb kaum, denn dann betrat Björn Feuerbach als Freddie Mercury die Bühne, der just an diesem Tag seinen 75. gefeiert hätte. »Just Queen« um den Dorheimer Oliver Behrens gab alles und wurde mit Standing Ovations der zahlreichen Zuhörer belohnt. »Fantastisch, sagenhaft und sensationell« hörte man nicht nur einmal.

War es auch, und dann war Schluss mit einem besonderen Fest, das es so nicht mehr geben dürfte. Auffallend die Disziplin der Besucher, und auch die Crew des Toilettenwagens meldete: »alles im Griff«. Die Hauptinitiatoren der Veranstaltung, Thomas Hergesell und Volker Frühschütz, strahlten am Schluss um die Wette und lobten die Helferschar aus den zehn beteiligten Vereinen des Vereinsrings.

»Alles richtig gemacht« fand auch Bürgermeister Antkowiak, bestellte eine finale Runde Bier - und passenderweise hatte er seinen Finanzchef Joachim Böhmerl gleich mitgebracht.

»Dorheim ist und bleibt ein Dorf der Ideen. Der guten Ideen«, konstatierte Volker »Knusper« Frühschütz, der spät am Samstag um seinen legendären »Theo« dann doch nicht herumkam und der Veranstaltung noch eine nostalgische Note verlieh. Dorheim eben. Jürgen Komm

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