Symbolbild Freibad: Schatten eines Jungen, der mit einem gelben Schwimmreifen am Beckenrand eines Schwimmbeckens steht
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Auch der Freibad-Saison 2021 ist von der Corona-Pandemie betroffen. Im Quellwasserschwimmbad Ockstadt in Friedberg blickt man dem Sommer trotzdem auch vorfreudig entgegen. (Symbolbild)

Vorfreude auf Saisonstart

Friedberg: Freibad-Saison in Ockstadt soll besser werden –  trotz Corona

  • vonHarald Schuchardt
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Mit einem Hygiene-Konzept hat der Förderverein Quellwasserschwimmbad Ockstadt bereits die Freibad-Saison 2020 gemeistert. Das soll in diesem Jahr noch besser werden.

Friedberg – Leer und verdreckt präsentierte sich in der vergangenen Woche das Schwimmbecken des Ockstädter Quellwasserschwimmbads. Das hatte seinen Grund: »Wir haben gerade das Wasser abgelassen und fangen jetzt mit der Beckenreinigung an«, erklärte Fördervereinsvorsitzender Stephan Ewald und begann, mit einem Kärcher den Beckenboden zu säubern.

Derweil schwang sich zweiter Vorsitzender Marius Meisinger auf den vom Förderverein vor zwei Jahren angeschafften Rasentraktor, um einmal mehr die Liegewiese zu mähen. »Der Rasen ist dank Marius in einem Top-Zustand. Sonst schafft der ja nix«, witzelte Ewald. Die letzte Aussage war natürlich nicht ernst gemeint, hatten Meisinger, Ewald und deren Mitstreiter die Winterpause doch dazu genutzt, die im vergangenen Jahr eingeführte »Corona-Badeordnung« und die Hygienemaßnahmen samt dem von Vereinsmitgliedern auf das Ockstädter Schwimmbad zugeschnittenen Eintrittssystem zu optimieren.

Freibad in Friedberg-Ockstadt: Mit einem ausgeklügelten Eintrittssystem gegen Corona

Auch in dieser Saison erhalten sowohl Dauerkarten-Käufer. als auch alle Einzelbesucher nach dem Ausfüllen eines Kontaktformulars eine Karte im Scheckkartenformat mit einer persönlichen Besuchernummer, die für die gesamte Saison gilt. Das Formular kann auf der Internetseite des Fördervereins heruntergeladen und zu Hause oder beim Einlass ausgefüllt werden. Meisinger: »Wir haben das Eintrittssystem und auch die Kontaktverfolgung digitalisiert. Wer will, der bekommt einen QR-Code aufs Handy und kann sich so selbst ein- und auschecken«. Ganz bewusst wird hier zweigleisig gefahren, nehmen doch manche Besucher ihr Handy nicht mit ins Schwimmbad und haben doch manche Kinder noch kein Mobiltelefon.

Jeder Besucher mit Karte wird beim Betreten des Bades mit seiner Nummer im Laptop registriert, ebenso beim Verlassen durch den mit einer Schranke gesicherten Ausgang. Durch diese zeitliche Erfassung der aktuellen Besucherzahl ist jederzeit auf der Internetseite zu sehen, wie viele der vorgegebenen Plätze noch frei sind. Die Internetseite soll in den nächsten Wochen entsprechend aktualisiert werden.

»Uns war schon lange klar, dass wir noch eine Saison unter Corona-Bedingungen haben werden«, sagte Meisinger. Ewald ergänzte: »Wir tun alles, dass wir sofort öffnen können, wenn es die Gesetzeslage zulässt.«

Zweiter Sommer mit Corona: Saisonstart in Ockstadt für 29. Mai vorgesehen

Geplant ist, die Badesaison am Samstag, 29. Mai, zu beginnen. Am 5. September soll dann Schluss sein. Ewald: »Das sind unsere regulären Termine, wir hoffen, dass dies klappt.«

Eventuell läuft dann auch schon die neue hoch effiziente Umwälzpumpe, die die mehr als 30 Jahre alte Vorgängerpumpe ersetzen soll. Möglich wurde die 22 000 Euro teure Investition dank eines 55-prozentigen Zuschusses aus einem Förderprogramm des Bundesumweltministeriums. »Wir freuen uns sehr, dass unser Antrag durchgekommen ist«, sagten Ewald und Meisinger, die bei den Saisonvorbereitungen von Vorstands- und Vereinsmitgliedern unterstützt werden.

Große Pläne für das Schwimmbad in Ockstadt: Langfristig ein Komplett-Umbau

Größere gemeinsame Arbeitseinsätze sind derzeit jedoch nicht möglich, sodass meist nur ein Haushalt im Schwimmbad aktiv ist. »Wir teilen das ein, es funktioniert gut«, sagte Meisinger. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Die bewährten Teams von Kasse und Badeaufsicht stehen ebenso in den Startlöchern wie der Kioskpächter.

Langfristig soll das Ockstädter Schwimmbad »runderneuert« (Ewald) werden. Der Vorstand beschäftigt sich bereits mit den Planungen für einen kompletten Umbau, wobei ein Schwerpunkt die Erneuerung der Filtertechnik sein wird. »Wir rechnen mit Kosten von 700 000 Euro für diese umfassende Investition«, erläuterte Ewald. Wann diese Maßnahmen beginnen und wie die Kosten finanziert werden können, ist derzeit noch offen. Die beiden Vorsitzenden, und wohl nicht nur die, freuen sich jetzt erst einmal auf die neue Badesaison. (Harald Schuchardt)

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