Deutlich weniger CO2-Emissionen

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Wetteraukreis (prw). Den Klimaschutzbericht für die Jahre 2019 und 2020 haben Landrat Jan Weckler und Kreisbeigeordneter Matthias Walther am Donnerstag im Ausschuss für Regionalentwicklung, Umwelt und Wirtschaft vorgelegt. Es ist der zwölfte Bericht zu Energie und Klimaschutz im Wetteraukreis.

»Der Bericht ist deutlich umfangreicher als in den vorangegangenen Jahren. Das zeigt nicht nur sinnbildlich, dass die Aktivitäten des Landkreises im Klimaschutz im Laufe der Jahre angewachsen sind und inzwischen weit über den Gebäudebereich hinausgehen.

Der Wetteraukreis will grundsätzlich eine Rolle mit Vorbildfunktion, als Unterstützer und Initiator in Fragen der Energieeffizienz und des Klimaschutzes wahrnehmen«, so Landrat Weckler. Der Kreis habe sich auch personell neu aufgestellt und das Thema Klimaschutz ressortübergreifend ausgerichtet, betont der Landrat. Der Klimaschutzbericht für die Jahre 2019 und 2020 sei aber nicht nur durch neues Personal und erstmals in Kooperation zweier Fachbereiche der Kreisverwaltung erstellt worden, sondern er erscheine auch mit erweiterter inhaltlicher Ausrichtung, über das reine energetische Klimaschutzmanagement der kreiseigenen Immobilien hinaus.

Sanierung von Kreisliegenschaften

Inhaltlich zeige der Bericht, dass der Kreis seit der Formulierung der ersten Zielsetzungen für Energie und Klimaschutz 2009 ein ganzes Stück vorangeschritten sei. »Mit einer Minderung der CO2-Emissionen im Gebäudesektor um 64,6 Prozent gegenüber dem Referenzjahr 1990 wurde nochmals eine deutliche Steigerung zu den Vorjahren erzielt. Dies ist in erster Linie auf die fortwährende energetische Sanierung der kreiseigenen Liegenschaften zurückzuführen, aber auch der Bezug von Ökostrom seit dem Jahr 2019 leistet hier einen wichtigen Beitrag für die lokale Energiewende«, heißt es in einere Pressemitteilung dazu. Der Stromverbrauch macht demnach rund 20 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs im Wetteraukreis aus. Durch den 100-prozentigen Bezug von Ökostrom würden hier die CO2-Emissionen vermieden, die zuvor auf Basis vom deutschen Strommix berechnet wurden.

Mit dem »Grünstrom über Herkunftsnachweise« werde sichergestellt, dass eine äquivalente Menge Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien bereitgestellt wird, die Herkunft des Ökostroms sei dabei auf eindeutig identifizierbare Quellen zurückzuführen. In der Übersicht der kreiseigenen Liegenschaften ergeben sich die größten Einsparpotenziale in den 85 Schulen des Kreises, schon aufgrund des größten Flächenanteils und der hohen Anzahl dieser Art von Gebäuden.

Im Wetteraukreis finde des Weiteren ein stetiger Ausbau regenerativer Energien statt. Dies gelte sowohl für die Heizungsanlagen (zum Beispiel Pelletanlagen oder Wärmepumpen) als auch für die Fotovoltaikanlagen auf den Dächern - auch in Kombination beider Varianten.

Der Klimaschutzbericht gibt unter anderem auch einen ersten Überblick zum Stand der Maßnahmen aus dem im September 2020 im Kreistag beschlossenen Klimaschutzkonzept. Bis Ende 2026 sollen demnach 101 konkrete Sanierungsmaßnahmen ausgeführt werden.

Bis zur Jahresmitte 2021 wurde an unterschiedlichen Liegenschaften die bestehende Beleuchtung auf LED umgerüstet und auch Maßnahmen zu Dämmung und Modernisierung der Heizungsanlagen befinden sich derzeit in der Umsetzung. Für Umweltbewusstsein und nachhaltigen Konsum stünden auch der Bio-Einkaufsführer und die jährliche Biowoche in der Wetterau. Der Beschluss des Kreisausschusses im Jahr 2020, zertifizierter Fairtrade-Landkreis zu werden, sei ebenfalls ein gutes Beispiel für das Engagement für nachhaltigen Konsum. »Dies gilt auch für den Aufgabenbereich des Ausbaus und der Stärkung des Radverkehrs zur Radregion Wetterau«, ergänzte Walther.

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