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Trotz des hohen Briefwähler-Anteils haben sich vor manchen Wahllokalen Schlangen gebildet. Unser Bild zeigt die Adolf- Reichwein-Schule in Friedberg.

Der Wahlverlierer heißt SPD

Friedberg (bk/jw). Das Trendergebnis in Friedberg sieht nach einem Wähleraustausch zwischen SPD und Grünen aus. Während die Umweltpartei zweitstärkste Kraft wird, im Vergleich zu 2016 acht Prozent zulegt und bei gut 23 Prozent landet, büßen die Sozialdemokraten 7 Prozent ein und kommen nur auf gut 18 Prozent. In der Kreisstadt sind die ersten Resultate allerdings mit besonderer Vorsicht zu genießen, weil bei Redaktionsschluss die Stimmen eines Briefwahlbezirks nicht ausgezählt waren.

Zudem dürfte das Kumulieren und Panaschieren zu einigen Veränderungen führen. Mit dem vorläufigen Endergebnis ist erst am Mittwoch oder Donnerstag zu rechnen.

Stärkste Kraft in Friedberg bleiben offenbar die Christdemokraten, die mit Bürgermeister Dirk Antkowiak als Spitzenkandidaten in den Wahlkampf gezogen waren, obwohl der Rathauschef nicht ins Parlament einziehen kann. Die Union bringt es auf knapp 31 Prozent, was einem Minus von gut einem Prozent gegenüber 2016 entspricht.

Für UWG und FDP hat die Wahl keine großen Veränderungen gebracht. Die Unabhängigen Wähler landen nach dem Trend bei 11,3 Prozent (minus 0,8). Die FDP hat ihr Resultat von 2016 nur um 0,4 auf 9,9 Prozent verbessert. Die Linke kann sich ebenfalls über leichte Zuwächse freuen. Sie erreicht diesmal fast 6,5 Prozent (plus 0,8).

Zwölf Mandate für die CDU

Auch bei der Verteilung der Sitze in der Stadtverordnetenversammlung muss berücksichtigt werden, dass bei Redaktionsschluss einer der beiden Briefwahlbezirke nicht ausgezählt war. Somit fehlt im Friedberger Trendergebnis eine ganze Reihe von Stimmen. In der Kreisstadt werden 45 Mandate vergeben, zwölf davon dürften an die CDU gehen. Die Grünen bringen es auf zehn Mandate, zwei mehr als die SPD. Die UWG erhält fünf Sitze, die FDP vier und Die Linke drei. Zur Wahlbeteiligung lässt sich keine abschließende Aussage treffen. Ohne den zweiten Briefwahlbezirk lag sie lediglich bei 27,74 Prozent.

Der Wahlkampf aller Parteien hatte unter den Corona-Beschränkungen gelitten. Die CDU hat sich den Wählern nicht gerade aufgedrängt. Wenige Plakate, keine Infostände: Die Union war kaum präsent. Die SPD hat ebenfalls auf Info-Stände verzichtet, hat wie alle anderen Parteien Infomaterial an die Haushalte verteilt. Die Grünen waren mit Ständen präsent, die Mitglieder beteiligten sich rege an Debatten auf Online-Plattformen. Auch die UWG verzichtete auf Stände, die FDP lag beim Plakatierung weit vorne. Die Linke hatte im Wahlkampf den ersten Stand aufgebaut.

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