Der Anschlag von Hanau und die Folgen

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Wetteraukreis (pm). Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GcjZ) Wetterau widmet sich dem Thema »Ein Jahr nach dem Anschlag von Hanau - wo stehen wir heute?«. Geplant ist eine Lesung mit Psychologe und Autor Ahmad Mansour und mit anschließender Diskussion. Am Donnerstag, 18. Februar, um 18 Uhr werden Manfred de Vries (Jüdische Gemeinde Bad Nauheim), Andreas Balser (Antifa-Bi) und Adela Yamini (Berufsschullehrerin) mit Ahmad Mansour und interessierten Teilnehmern Fragen auf den Grund gehen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Peter Noss und Britta Weber (GcjZ Wetterau).

Pandemiebedingt findet die Veranstaltung als Zoom-Meeting statt und wird als Live-Stream auf dem Youtube-Kanal der GcjZ Wetterau angeboten. Wer sich an der Diskussion beteiligen möchte, kann sich bis zum 17. Februar, per E-Mail an info@gcjz-wetterau.de anmelden. Dann erhält man den Link für das Zoom-Meeting. Die Aktion wird unterstützt vom Wetteraukreis aus dem Förderprogramm »Demokratie Leben!« des Bundesfamilienministeriums.

»Neun Menschen wurden am 19. Februar ermordet, viele andere verletzt, Familien zerstört, traumatisiert: weil sie in den Augen des Mörders Fremde waren«, heißt es in der Einladung zu der GcjZ-Veranstaltung in Erinnerung an den Anschlag von Hanau. »Spätestens jetzt musste jedem - nicht nur in Hessen - klar sein, dass Hass und Rassismus mörderisch werden können.« Dieses Verbrechen reihe sich ein in vergleichbares Grauen: die Ermordung des Regierungspräsidenten Walter Lübcke, die Anschläge in Halle oder Paris, tätliche Angriffe auf Menschen mit Kippa und weitere zahlreiche rechtsradikale, rassistische und antisemitische Gewalttaten. »Hanau ist ein Jahr her. Wir fragen uns, ob sich etwas geändert hat seitdem. Hat sich die Situation für Menschen mit ausländischen Wurzeln verbessert in Hessen und in der Wetterau? Oder waren die vielen Beteuerungen aus Politik und Gesellschaft nur leere Worte, denen keine Taten folgten? Wie fühlen sich Jüdinnen und Juden in diesem Land? Was muss sich ändern, damit gesellschaftliche Vielfalt für alle gilt und von allen verinnerlicht wird?« Diese Fragen stellt auch Ahmad Mansour in seinem Buch »Solidarisch sein! Gegen Rassismus, Antisemitismus und Hass«.

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