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Gisela Spruck

Denkmalbeirat trauert um Gisela Spruck

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Wetteraukreis (prw) »Mit 96 Jahren ist Gisela Spruck, die große Dame des Wetterauer Denkmalschutzes verstorben«, schreibt der Kreis in einer Mitteilung. »Sie war die Ehrenvorsitzende des Denkmalbeirates und konnte auf eine Lebensleistung zurückblicken die ihresgleichen sucht.« Ihr Lebenswerk war das 1200 Jahre alte Hofgut Leustadt in Glauberg-Stockheim, das kriegsbedingt zu ihrer neuen Heimat geworden war.

Gisela Spruck studierte an der Universität Leipzig Kunstgeschichte als sie während des Krieges zum Landwirtschaftsdienst eingezogen wurde. Die Wirren der Flucht führten sie in den Westen nach Leustadt, wo sie ihren späteren Ehemann Erwin Spruck kennenlernte, der Landwirt hatte das Hofgut 1933 gekauft. Der Erhalt und die Wiederherstellung des Gutes, das durch den Krieg in einem erbarmungswürdigen Zustand gekommen war, wurde zu ihrem Lebenswerk. »Entstanden ist ein Gebäude von wunderbarer Schönheit, für dessen Erhalt die Nachwelt Gisela Spruck großen Dank schuldet«, so Landrat Weckler.

Gisela Spruck war in den 90er Jahren während zweier Legislaturperioden Vorsitzende des Wetterauer Denkmalbeirats. Ihr privates und öffentliches Engagement für den Denkmalschutz wurde mit zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen bedacht, unter anderem mit der silbernen Halbkugel. Sie wird seit 1979 jährlich vom Deutschen Nationalkomitee verliehen. Gisela Spruck war mit dem Hessischen Denkmalschutzpreis, dem Deutschen Preis für Denkmalschutz und mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden.

»Durch ihr enormes Wissen waren Fachgespräche mit ihr immer bereichernd. Sie hat damit unser Verständnis für einen sorgfältigen und demütigen Umgang mit dem historischen Erbe nachhaltig beeinflusst. Der Denkmalbeirat und die Untere Denkmalschutzbehörde des Wetteraukreises sind Gisela Spruck zutiefst dankbar für ihr Wirken«, erklärte Gustav Jung, Vorsitzender des Denkmalbeirats. FOTO: PRW

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