Dekanate laden zum Mitmachen ein

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Wetteraukreis (pm). Hochwasser in Büdingen im Januar, Dürre und sinkende Grundwasserspiegel im Vogelsberg. Wasser wird immer mehr zu einem Thema, das alle Menschen, in unserer Region wie auch weltweit, betrifft.

Im Rahmen der Initiative »Wie wollen wir leben?« laden die evangelischen Dekanate Büdinger Land und Wetterau dazu ein, in der ersten Woche der Passionszeit, vom 17. bis zum 23. Februar, auf den eigenen Wasserverbrauch zu achten und da, wo es möglich erscheint, Einsparungen vorzunehmen. Anregungen und Ideen dazu bieten die Homepages der evangelischen Dekanate. Die Vertreter/innen der Evangelischen Jugend im Dekanat Büdinger Land gestalten über Instagram täglich wechselnde Impulse dazu.

Fruchtbarkeit und Wachstum

In einer Pressemitteilung der Dekanate heißt es: Wasser ist lebensnotwendig, es bedeutet Fruchtbarkeit und Wachstum. Doch was, wenn es nicht mehr ausreichend vorhanden ist und immer mehr Menschen heute und in Zukunft von Wassermangel betroffen sind? Der tägliche Verbrauch von Trinkwasser betrug 2019 in Deutschland pro Kopf rund 125 Liter Wasser. Rechnet man den Verbrauch von Wasser hinzu, der bei der Produktion von Lebensmitteln, Konsumgütern oder Dienstleistungen benötigt wird, so erhöht sich der tägliche Verbrauch auf 3900 Liter pro Person.

Umweltzerstörung und Klimawandel

Etwa die Hälfte dieses Wasserverbrauchs steckt in Produkten, die aus anderen Ländern importiert werden. Damit trägt das Konsumverhalten in Europa auch zum Wassermangel und -verschmutzung in anderen Regionen der Erde bei. Hinzukommen Umweltzerstörung und die Folgen des Klimawandels, die weltweit Menschen den Zugang zu der lebensnotwendigen Ressource Wasser erschweren.

Am 28. Juli 2010 erkannten die Vereinten Nationen das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht an. Doch auch zehn Jahre nach der Resolution, durch die der Auf- und Ausbau von Wasserinfrastruktursystemen weltweit vorangetrieben werden soll, sieht es in puncto Wasserversorgung auf der Welt noch düster aus: 2,2 Milliarden Menschen haben nach Angaben der UN auch heute noch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und 1,5 Millionen Menschen sterben jährlich durch verunreinigtes Wasser.

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