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Michaela Colletti Direktkandidatin

»Dableibevorsorge« für ländliche Gemeinden

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Wetteraukreis (pm). »Es reicht nicht aus, über Probleme im ländlichen Raum zu reden, wie es in den letzten Jahren in allen Parteien auf verschiedenen politischen Ebenen üblich war. Es müssen auch Taten folgen,« sagt Michaela Colletti, Kreistagsabgeordnete und Kandidatin für das Direktmandat zur Bundestagswahl der Grünen.

Deshalb hätten die Grünen in der vergangenen Kreistagssitzung ein Infrastrukturförderprogramm des Wetteraukreises für die ländlichen Gemeinden beantragt, schreibt die Partei in einer Pressemitteilung. Die Idee dazu sei bereits Bestandteil ihres Programms zur Kommunalwahl gewesen.

»Unsere grüne Politik für ländliche Räume in Hessen und darüber hinaus ist vor allem als Daseinsvorsorge oder, um es mit den Worten des Bundespräsidenten zu sagen, als ›Dableibevorsorge‹ angelegt«, sagt Colletti über den Antrag. »Die ländlichen Gemeinden attraktiv zu machen, ist auch ein Mittel, um die Städte zu entlasten, und wir sehen in einem kreiseigenen Förderprogramm einen Beitrag, um gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Kreisteilen zu erreichen.« Marcus Stadler, Kreistagsabgeordneter der Grünen aus Nidda, ergänzt: »Es macht keinen Sinn, immer mehr Fläche in den westlichen Kreisteilen zu versiegeln und für Wohnbauformen zu verschwenden, die sich kaum noch jemand leisten kann. Dort, wo es möglich ist, muss auch in den Städten des Wetteraukreises verdichtet werden, und dort, wo viel Wohnraum nicht genutzt wird, muss dessen Anpassung an aktuelle Bedarfe gefördert werden.«

Mit dem vorgeschlagenen Programm sollen zum Beispiel »Formen des modernen mobilen Arbeitens, wie sie durch die Corona-Krise immer interessanter geworden sind, aber auch die Optimierung von Grundrissen zu Wohnzwecken in alter Bausubstanz der Dörfer gefördert werden«. Enthalten seien auch Klimaanpassungsmaßnahmen und der Beitrag zum Klimaschutz bei der Sanierung von öffentlichen und privaten Gebäuden sowie Initiativen zur Mobilitätsverbesserung ohne motorisierten Individualverkehr und zur Sicherung der Grundversorgung in ländlichen Ortsteilen enthalten. Die Grünen weisen darauf hin, dass eine kreiseigene Förderung nur dort greifen kann, wo andere Programme des Bundes, des Landes und der EU nicht angewendet werden können. FOTO: PM

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