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Nachdem die Ferienspiele der Stadt Friedberg im vergangenen Jahr erstmals seit 1973 ausgefallen sind, können die Teilnehmer in diesem Sommer wieder tolle Tage beim Kinderplaneten erleben.

Countdown und Änderungen

  • VonHarald Schuchardt
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Friedberg (har). Beim Kinderplaneten auf der Seewiese ist in diesem Jahr vieles anders als in den Jahren zuvor. Wegen der Corona-Pandemie waren die Ferienspiele der Stadt für Kinder von sechs bis zwölf Jahren im Vorjahr erstmals seit 1973 ausgefallen. Am Montagmorgen begann die 48. Auflage mit vielen der Pandemie angepassten Neuerungen. Geblieben ist allerdings der Spielplatz auf der Seewiese als Ort des Geschehens, und auch die traditionelle offizielle Eröffnung mit Bürgermeister Dirk Antkowiak und Amtsleiterin Christine Böhmerl fand fast wie gewohnt statt.

Nicht ins Freibad, aber in den Zoo

Eine Änderung gab es: Die Kinder und die Betreuer trafen sich zur Ansprache nicht alle gemeinsam auf dem Hügel mit der Rutschbahn. Bei der Anmeldung waren die 140 Kinder zuvor stattdessen in sieben Gruppen mit Tiernamen - wie Otter, Pinguin oder Chamäleon - eingeteilt worden.

Jede dieser Gruppen nahm auf der Wiese Platz, und alle warteten darauf, dass es endlich richtig losgehen kann. Das Zeichen dazu gab Lili Hu, die erstmals für die Durchführung des Kinderplaneten verantwortlich zeichnet. »Hallo, hallo«, rief sie laut. und sofort hallte aus den Kinderkehlen ein lautes »Hier« zurück. Dieses Begrüßungsritual hat eine lange Tradition, der auch Corona nichts anhaben kann. »Der Kinderplanet ist nach einem Jahr Pause wieder da«, stellte Antkowiak zum Beginn seiner Begrüßung fest. »Ja, endlich«, rief da ein Junge rein, was für viele Lacher sorgte.

Antkowiak freute sich, dass der Kinderplanet erneut ausgebucht ist, etliche Kinder stehen auf eine Nachrückerliste. Kurz ging der Bürgermeister auf die coronabedingten Änderungen in diesem Jahr ein. So wurden die Kinder in sieben Gruppen aufgeteilt. In der Gruppe müssen keine Masken getragen werden. »Wir haben uns auf diese überschaubare Zahl geeinigt, bis zu 50 Kinder pro Gruppe wären möglich gewesen«, erläuterte Hu. Einige beliebte Arbeitsgruppen, wie Musik, Tanz und Zeitung, gibt es diesmal nicht. Die werden durch eine Indianer- oder Experimente-AG ersetzt. Der Besuch des Ockstädter Schwimmbads musste ebenfalls abgesagt werden.

»Es dürfen nur maximal 75 Personen ins Schwimmbecken, das wäre nicht zu stemmen gewesen«, erläuterte Antkowiak. Dagegen ist ein Besuch im Opel-Zoo ebenso geplant wie eine Stadtrallye. Die findet dann in den sieben Gruppen statt, ebenso wie viele weitere Aktivitäten.

Filmabend nur für die Kinder

Entfallen muss die Übernachtung in Zelten am zehnten und letzten Planetentag, der statt mit zahlreichen Vorführungen nun mit einem Filmabend enden wird. »Der ist erstmals nur für VIPs, und das sind für uns die Kinder. Eltern haben dieses Jahr keinen Zutritt«, sagte Hu, die sich zusammen mit ihrem 14-köpfigen Betreuerteam freute, dass es dank des ausgearbeiteten Konzepts möglich ist, den Kinderplaneten überhaupt zu veranstalten. »Das Team hat sich viele Gedanken gemacht, wie der Kinderplanet spannend, aufregend und spaßig gestaltet werden kann«, lobte Antkowiak.

Eine weitere Tradition ist beim Kinderplaneten geblieben: Der Countdown, mit dem die Kinderplanetrakete alljährlich gestartet wird. Lautstark wurde rückwärts von zehn bis null gezählt, und der abschließende ohrenbetäubende Schrei konnte fast schon mit jedem konventionellen Raketenantrieb mithalten.

Auch bei der Anmeldung wird auf Abstand geachtet.

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