Ein alter Farbkasten reicht völlig aus, um künstlerisch tätig zu sein.
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Ein alter Farbkasten reicht völlig aus, um künstlerisch tätig zu sein.

»Ideen für zu Hause«

In Corona-Zeiten: Kreativ sein mit wenig Aufwand

  • Dagmar Bertram
    vonDagmar Bertram
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In der nächsten Folge unserer Rubrik »Ideen für zu Hause« gibt Sabine Paul vom Diakonischen Werk Anregungen zum Malen. Das Beste: Viel braucht man dafür nicht.

Um künstlerisch tätig zu sein, braucht es nicht viel: weder Vorbereitung noch Utensilien, eigentlich auch nicht mal viel Talent, sondern nur guten Willen - und ein bisschen Zeit. Von Letzterem haben viele von uns momentan ja mehr als sonst… Unserem Aufruf für die Rubrik »Ideen für zu Hause« folgend, hat Sabine Paul von der Butzbacher »Kultur-Werkstatt inklusiv« des Diakonischen Werks Wetterau ein paar Anregungen zum Thema Malen zusammengestellt. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren!

Los geht’s mit dem nötigen Material: Bestimmt schlummert irgendwo zu Hause noch ein alter Schulfarbkasten und vielleicht auch etwas Zeichenpapier, egal ob klein oder groß. »Jeder Mensch ist ein Künstler«, hat Joseph Beuys einmal gesagt. Recht hatte er! Gerade jetzt besteht die Möglichkeit, ein solches Talent (wieder-)zuentdecken. Kunsttherapeutin Sabine Paul ist überzeugt davon: »Kreativ tätig zu sein belebt und erfrischt, lenkt von dunklen Gedanken und Stimmungen ab, macht einfach Freude.«

Malen mit Strohhalm

Hier kommen ihre Anregungen: Nehmen Sie die Farbe aus dem Malkasten möglichst flüssig (mit viel Wasser mischen) mit einem breiten Pinsel auf. Tragen Sie die Farbe aufs Papier auf, klappen Sie das Papier zusammen und wieder auf - erinnern Sie sich noch an die so entstehenden ›Schmetterlingsbilder‹ aus der Schule? Paul: »Vielleicht lassen sich nach dem Trocknen interessante Strukturen, Formen, Tiere, Gesichter… mit einem feinen Filzstift betonen? Wie reagiert die Farbe, wenn sie auf nasses Zeichenpapier aufgetragen wird? ›Forschen‹ und experimentieren ist erwünscht!«

Ein weiterer Tipp der Kunsttherapeutin: »Sehr flüssig aufgebrachte Farbe lässt sich mit einem Strohhalm und Atemluft über das Papier bewegen oder mit verschiedenen Materialien teilweise abtupfen, bildet so interessante Strukturen. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen, bestimmt haben Sie noch mehr Ideen.«

Kegelspiel basteln

Ein Vorschlag vor allem für Familien wäre dieser hier: Wenn der Farbkasten schon mal draußen und die Kinderkleidung gegen die gröbsten Farbkleckse geschützt ist, könnte man sich ein Kegelspiel basteln. Was man dafür braucht? Außer der Wasserfarbe nur neun Klopapierrollen und einen kleinen Ball. Die Rollen werden nach Herzenslust bemalt. Mit Gesichtern, Zahlen, Blumen …

Wer mag, kann sie nach dem Trocknen auch noch bekleben. Danach heißt es nur noch: Kegel aufstellen und möglichst viele mit dem Ball umwerfen. Ein möglicher Motivationsanreiz für Jung und Alt: Wer das Familienturnier gewonnen hat, braucht nicht beim Aufräumen zu helfen.

Haben Sie auch eine Idee, die Sie mit den anderen Lesern teilen wollen? Dann her damit! Schreiben Sie uns, gerne mit Fotos, an redaktion@wetterauer-zeitung.de

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