CDU-Mitglieder informieren sich bei Engel-Caravaning über die Situation im Caravan-Sektor. Die Geschäftsführer Domi- nique und Andreas Bächle (2. u 3. v. l.) geben Auskunft. FOTO: PV
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CDU-Mitglieder informieren sich bei Engel-Caravaning über die Situation im Caravan-Sektor. Die Geschäftsführer Domi- nique und Andreas Bächle (2. u 3. v. l.) geben Auskunft. FOTO: PV

Corona sorgt für Wohnmobil-Boom

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Reisen in Corona-Zeiten mit dem Wohnmobil - viele, die sich dafür entscheiden, erhoffen sich ein Stück mehr Sicherheit im rollenden Eigenheim. Wie sich im Corona-Jahr 2020 der Markt für Reisemobile verändert hat, wollte die Friedberger CDU von Dominique und Andreas Bächle wissen, seit Januar 2018 Geschäftsführer von Engel Caravaning in der Dieselstraße 4 in Friedberg.

"Normalerweise haben wir um die 150 Wohnmobile im Angebot, aktuell sind es nur noch etwa 80", erfuhren Bürgermeister Dirk Antkowiak, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Ortsvorsteher Norbert Simmer, Stadtrat Gerhard Bohl, CDU-Vorsitzender Bernd Wagner sowie als Gast der Bad Nauheimer Kreistagsvorsitzende Armin Häuser von Andreas Bächle.

"Gerade in Zeiten, in denen die Angst vor der Infektion mit dem Coronavirus umgeht, ist für viele das Fahren mit dem Wohnmobil die beste Reisemöglichkeit," ergänzte Dominique Bächle.

Schon vor der Corona-Krise gingen die Verkaufszahlen von neuen und gebrauchten Wohnmobilen beim größten hessischen Wohnmobilanbieter nach oben, wenn auch längst nicht so steil wie in diesem Sommer. "Das liegt offenbar nicht nur an älteren Urlaubern mit Kaufkraft. Auch die 40-Jährigen interessieren sich stark für Caravaning-Urlaub. Dennoch ist die Auswahl bei uns immer noch groß", betonte Andreas Bächle.

Ab 7,5 Tonnen mit Lkw-Führerschein

Es beginnt beim Einstiegsmodell "Just 90" von Dethleffs für etwa 50 000 Euro, geht weiter über bekannte Hersteller wie VANTourer, Dethleffs und Frankia im mittleren Preissegment. Die meisten dieser Wohnmobile dürfen von Inhabern eines Führerscheins, der nach 1999 ausgestellt wurde, bewegt werden.

Die Obergrenze von 3,49 Tonnen beim Führerschein Klasse B wird nicht überschritten. Dagegen dürfen Wohnmobile mit einem Gesamtgewicht ab 3,5 und bis 7,49 Tonnen entweder mit dem "alten" Führerschein Klasse 3 gefahren werden oder für Führerscheinerwerber ab 2000 nur mit einem Lkw-Führerschein C1. Für Luxus-Wohnmobile ab 7,5 Tonnen, die bis zu 800 000 Euro kosten, wird ein Lkw-Führerschein benötigt.

Auch außerhalb aller Corona-Problematik schätzten Wohnmobil-Fans die Flexibilität des Reisens. Eine Alternative zum Kauf sei das Mieten eines solchen Fahrzeugs. Beim internationalen Mietgeschäft gibt es in diesem Jahr einen deutlichen Einbruch durch die aktuellen Reisebeschränkungen.

"Durch die Nähe zum Frankfurter Flughafen vermieten wir normalerweise zahlreiche Wohnmobile an Kunden aus Übersee, die dann vier bis fünf Wochen durch Europa fahren. Das ist im laufenden Jahr fast komplett weggefallen", sagte Andreas Bächle. Die Anzahl der nationalen Vermietungen mit kürzeren Mietzeiten sei im Gegensatz dazu deutlich angestiegen.

Engel Caravaning bietet nach Angaben der beiden Geschäftsführer den kompletten Service rund ums Wohnmobil an, samt Werkstatt und Zubehör-Shop in der Ottostraße. "In puncto Wohnmobil-Service ist Hessen eine Wüste, wir hier in Friedberg sind die einzige Oase", meinte Andreas Bächle lachend.

Wunsch: Parkplätze für Wohnmobile

Unter den 40 Mitarbeitern des Unternehmens sind Fachleute wie Schreiner, Installateure, Sattler, Lackierer oder Karosseriebauer. Dominique und Andreas Bächle richteten zum Schluss des Gesprächs einen Wunsch an die Friedberger Kommunalpolitiker: "Wir brauchen dringend Wohnmobil-Stellplätze in Friedberg. Viele unserer Kunden aus ganz Deutschland reisen mit ihrem Wohnmobil schon zwei Tage vorm Kauf eines neuen Fahrzeuges nach Friedberg - und finden keinen Stellplatz", sagte Andreas Bächle. Seine Frau ergänzte: "Die würden auch gerne länger hierbleiben. Dabei geben Wohnmobilisten erfahrungsgemäß pro Tag 60 bis 80 Euro in der Stadt aus."

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