Ärger in Seniorenheimen

Corona-Schutzmaßnahmen: Renitente Besucher in Wetterauer Altenpflegeheimen

  • vonred Redaktion
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Seniorenheime sind gerade in Corona-Zeiten besonders sensible Bereiche. Der Schutz der Bewohner ist extrem wichtig, Doch es gibt Besucher, die das anscheinend nicht interessiert,

In Wetterauer Altenpflegeeinrichtungen verweigern Besucher zunehmend Hygiene- und Schutzmaßnahmen, die wegen der Corona-Pandemie eigentlich eingehalten werden müssen. Um dieses Problem ging es in einem Gespräch zwischen Vertretern von Seniorenheimen und dem Gesundheitsamt. Man erlebe teilweise renitente Besucher und habe auch schon Hausverbote aussprechen müssen, hieß es. Landrat Jan Weckler und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch haben deshalb noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und Alltagsmasken zu tragen, um weitaus stärkere Einschränkungen zu vermeiden. "Es geht um den Schutz besonders gefährdeter Menschen. Bei jüngeren Menschen führt die Corona-Infektion oftmals nur zu geringen Einschränkungen. Für alte und gesundheitlich vorbelastete Menschen kann eine Infektion aber schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, deshalb ist diese Gruppe besonders zu schützen."

Inzidenz bei sieben

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Wetteraukreis ist von Freitag bis Montag um sechs auf 528 gestiegen. Die Neuinfektionen wurden aus Altenstadt (2), Bad Nauheim (1), Bad Vilbel (2) und Büdingen (1) gemeldet.

Die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen lag am Montag bei 458 - fünf mehr als am Freitag. Die Genesenen kommen aus Bad Nauheim (1), Bad Vilbel (2), Echzell (1) und Limeshain (1). In stationärer Behandlung befanden sich 13 Menschen, gegenüber neun am Freitag. Bislang sind mit der Corona-Infektion 13 Menschen im Wetteraukreis gestorben.

Zieht man von der Gesamtzahl der Infizierten die Zahl der aus der Quarantäne entlassenen Menschen und die an oder mit Covid-19 Verstorbenen ab, dann kommt man - Stand Montag - auf 57 mit Corona infizierte Menschen. Sie befinden sich laut Kreisverwaltung alle in häuslicher oder klinischer Quarantäne, zu allen halte das Gesundheitsamt engen Kontakt.

In den vergangenen sieben Tagen stieg die Zahl der Infizierten im Wetteraukreis mit seinen 308 000 Einwohnern um 21. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner, lag damit weiterhin bei sieben.

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