koe_Lueften_200221_4c
+
Auch wenn es kalt ist: Die Fenster in Klassenräumen sollen zum Schutz vor Corona regelmäßig geöffnet werden.

Präsenzunterricht an Schulen

Corona-Devise: In Klassen immer viel lüften

  • vonRedaktion
    schließen

Seit Tagen sinken die Corona-Infektionszahlen, wenn auch zunehmend langsamer. Wenn am Montag der Präsenzunterricht an den Schulen wieder beginnt, heißt es vor allem: viel lüften!

Masken tragen, Hände waschen und immer wieder lüften. Das sind wirksame Maßnahmen, um gerade in geschlossenen Räumen die Corona-Ansteckungsgefahr zu verringern. Wichtige Aspekte an Schulen und in den Klassen, besonders dann, wenn am Montag der Präsenzunterricht - teilweise im Wechselmodell - wieder losgehen wird.

Der Kreis unterstützt die Wetterauer Schulen auch finanziell beim Hygieneschutz. Das Land stellt seinen Kommunen für Schutzmaßnahmen an Schulen und Kitas insgesamt 75 Millionen Euro aus dem Sondervermögen »Hessens gute Zukunft sichern« zur Verfügung.

Kommunen mit Eigenanteil

Zusätzlich erbringen die Kreise und Kommunen noch einen Eigenanteil von 25 Prozent der Ausgaben. Den Zuwendungsbescheid hat der Wetteraukreis im Dezember erhalten.

Landrat Weckler erläutert: »Allen 88 Schulen des Kreises stehen aus dem Sondervermögen je nach Schulgröße entsprechende Gelder zur Verfügung, die sie in den Hygieneschutz investieren können. Auch die Schulen in privater Trägerschaft können von den Geldern profitieren.«

CO2-Ampeln werden weiter genutzt

Bereits im Dezember hatte der Wetteraukreis bei den Schulen den Bedarf abgefragt. Schnell hätten die ersten Schulen mitgeteilt, welche Investitionen sie aus dem Förderprogramm tätigen wollen.

Förderfähig sind nicht nur Desinfektions- und Reinigungsmittel, Seife und Schutzmasken, sondern auch CO2-Ampeln zum Bestimmen von Lüftungsintervallen, Plexiglastrennwände und Luftreinigungsgeräte für Räume, die nicht ausreichend gelüftet werden können.

Die CO2-Ampeln zeigen an, wann wieder gelüftet werden muss. Die Ampeln sollen auch nach dem Ende der Pandemie noch genutzt werden, um sicherzugehen, dass in den Klassenräumen ausreichend gelüftet wird.

Bauliche Veränderungen möglich

Wenn in Klassenräumen nicht ausreichend gelüftetet werden kann, dürfen bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Für entsprechende Baumaßnahmen gibt es jetzt eine Fristverlängerungen seitens des Landes von Ende April bis zum 31. August.

Aktuell prüft der Wetteraukreis, an welchen Schulen noch kurzfristig entsprechende Baumaßnahmen wie beispielsweise die Ertüchtigung von Fenstern, der Einbau von Absturzsicherungen oder ventilatorgestützten Zu- und Abluftsystemen umgesetzt werden könnten.

In den Unterrichtsräumen, die nicht ausreichend gelüftet werden können und für die bauliche Maßnahmen nicht möglich sind, sollen Luftreinigungsgeräte zum Einsatz kommen, die ebenfalls aus dem Sondervermögen finanziert werden sollen.

Luftreinigungsgeräte an 19 Schulen

Bisher seien schon 50 teils mobile, teils fest installierte Luftreinigungsgeräte durch den Wetteraukreis beschafft und an insgesamt 19 Schulen geliefert worden, teilte Landrat und Schuldezernent Jan Weckler mit. Bis Mitte März sollen noch 14 weitere Geräte an verschiedenen Schulen folgen.

Der Einsatz der Geräte sei laut Umweltbundesamt dann empfehlenswert, wenn keine ausreichende Frischluftzufuhr, zum Beispiel durch das Öffnen von zwei Fenstern, ermöglicht werden könne. In allen anderen Fällen sei das Lüften die Schutzmaßnahme der Wahl.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare