Die CDU fordert eine bessere Pflege der städtischen Streuobstbestände. Unser Bild zeigt (v. l.) Philipp Götz, Max Hüschen, Reiner Veith, Gerhard Bohl, Joachim Kunze, Bernd Wagner, Sybille Wodarz-Frank, Claudia Eisenhardt, Norbert Simmer, Ivonne Meier und Lukas Veith. FOTO: PV
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Die CDU fordert eine bessere Pflege der städtischen Streuobstbestände. Unser Bild zeigt (v. l.) Philipp Götz, Max Hüschen, Reiner Veith, Gerhard Bohl, Joachim Kunze, Bernd Wagner, Sybille Wodarz-Frank, Claudia Eisenhardt, Norbert Simmer, Ivonne Meier und Lukas Veith. FOTO: PV

CDU: Streuobstwiesen besser pflegen

  • vonred Redaktion
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Friedberg(pm). Alte Obstbäume sind eine Augenweide. Jahrhundertelang bestimmten sie das Landschaftsbild in der Wetterau. Vor allem die Streuobstwiesen sind von hohem ökologischen Wert, bieten sie doch in der Kombination mit einer schonenden Wiesennutzung einer Fülle von Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. So sind viele selten gewordene Vogelarten wie Gartenrotschwanz, Wendehals und Steinkauz oft nur noch in alten Streuobstbeständen zu finden. Zum Arten- und Landschaftsschutz können auch die Liebhaber des Apfelweins beitragen. "Apfelwein wird normalerweise nicht aus den modernen Sorten hergestellt, da diese auf viel Fruchtzuckergehalt gezüchtet sind. Ganz im Gegenteil ist man auf die säurehaltigen älteren Sorten aus dem Streuobstbau angewiesen", erklärt Lukas Veith von der Friedberger CDU.

Viele Wiesen sind Ausgleichsflächen

Traditionell üblich war die landwirtschaftliche Mehrfachnutzung der Flächen: Sie dienten sowohl der Obsterzeugung als auch zur Heugewinnung oder als Viehweide. Die Imkerei spielt zur Bestäubung eine wichtige Rolle. Da die landwirtschaftliche Nutzung der Streuobstwiesen in Friedberg keine besondere Rolle mehr spielt, müssen nach Auffassung der CDU andere Formen der Pflege gefunden werden. Einige der Friedberger Streuobstwiesen wurden auch als Ausgleichsflächen für städtische Bauvorhaben angelegt. Falsch ist laut Union die Ansicht, die Bäume entwickelten sich mit möglichst wenig Pflege am besten.

"Wie der Einzelbaum im Garten brauchen auch die Bäume auf der Streuobstwiese einen regelmäßigen Pflegeschnitt, sollen sie einerseits einen gleichbleibend guten Ertrag und große Früchte bringen, andererseits ein hohes Lebensalter erreichen", erklärt CDU-Vorsitzender Bernd Wagner. Im städtischen Bauhof müssten deshalb entweder Mitarbeiter fortgebildet oder Leute eingestellt werden, die den fachgerechten Schnitt aller städtischen Obstbäume ausführen könnten.

Gerhard Bohl bittet auch alle privaten Besitzer von Streuobstwiesen, ihre Bäume regelmäßig zu schneiden. Dazu Lukas Veith: "Obstbäume auf den Streuobstwiesen sind Kulturpflanzen. Als solche brauchen sie regelmäßige Pflege."

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