Durch eine Feldwegesatzung werde der Verlust von Weg- oder Feldrainen nicht verhindert, argumentiert die CDU.
+
Durch eine Feldwegesatzung werde der Verlust von Weg- oder Feldrainen nicht verhindert, argumentiert die CDU.

CDU-Kritik an geplanter Feldwegesatzung

  • vonRedaktion
    schließen

Friedberg (pm). In der Stadtverordnetenversammlung hat es kürzlich eine Mehrheit für die Einführung einer Feldwegesatzung gegeben. Zu den unterlegenen Gegnern eines solchen Werkes zählt die CDU, die nun in einer Pressemitteilung gegen eine solche Satzung Stellung bezieht.

Wozu eine Feldwegesatzung nützlich sei, fragen die Christdemokraten. »Um zu verhindern, dass die Feldwege verschmutzt oder beschädigt werden, wie in der Antragsbegründung von der SPD zu lesen ist?« Feldwege dienten vorrangig dazu, zu den zu bewirtschaftenden land- und forstwirtschaftlich und gärtnerisch genutzten Grundstücken zu gelangen und als Zugang zu den entsprechenden im Außenbereich gelegenen Betrieben, argumentiert die Friedberger CDU. Die Landwirtschaft sei auf diesen Wegen nicht zur Erholung, sondern zum Broterwerb unterwegs.

»Wer soll denn seitens der Stadt überprüfen, wer für den Schaden an einem Feldweg verantwortlich ist?«, fragt CDU-Fraktionsvorsitzender Olaf Beisel. »Wird dann ein Höchstgewicht pro Achse für landwirtschaftliche Fahrzeuge bei der Wegebenutzung eingeführt? Oder wer soll die Verschmutzung« kotrollieren?«

Viel kostengünstiger, vor allem aber viel wirkungsvoller wäre nach Ansicht der CDU statt einer Feldwegesatzung die Erarbeitung eines Pflegekonzeptes für die Feldwege und Wegränder. »Stadt, Landwirte, Jäger, Jagdgenossenschaft, Imker und Naturschutzvertreter sollten sich zusammensetzen und ein entsprechendes Pflegekonzept erarbeiten. Davon hätten alle etwas«, fordert Beisel.

Die CDU schreibt: »Wegraine durchziehen wie ein Netz die intensiv genutzte Agrarlandschaft in der Wetterau und leisten hier einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz. Obwohl sie meist schmal sind, haben sie eine große Bedeutung, denn sie grenzen auf ganzer Länge an landwirtschaftliche Flächen und bilden damit ein wichtiges naturnahes Kontaktbiotop in der Agrarlandschaft.«

Die von der SPD beantragte Feldwegesatzung werde keinen Beitrag zur Verbesserung der biologischen Vielfalt in Friedbergs Feldfluren leisten. »Weil für die Überwachung der Wegraine aufgrund der Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes nicht die Stadt Friedberg zuständig ist, sondern die Untere Naturschutzbehörde des Wetteraukreises«, argumentiert Beisel. Die landwirtschaftliche Nutzung dürfe Biotopstrukturen nicht zerstören, sondern müsse diese erhalten und nach Möglichkeit vermehren, schreibt die CDU. Eine Feldwegesatzung habe keinen Einfluss auf den Erhalt der Wegraine. FOTO: PM

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare