Unterschrieben ist der 25-Pfennig-Schein vom damaligen Friedberger Bürgermeister Dr. Ludwig Seyd. FOTOS: WOLFGANG R. SCHMIDT
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Unterschrieben ist der 25-Pfennig-Schein vom damaligen Friedberger Bürgermeister Dr. Ludwig Seyd. FOTOS: WOLFGANG R. SCHMIDT

Burgtor auf dem Geld

  • vonred Redaktion
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Friedberg. Es gibt viele Notgeldscheine, die in der Weltwirtschaftskrise bis zur Hyperinflation des Jahres 1923 in Deutschland als Ersatz für fehlende oder wertlos gewordene gesetzliche Zahlungsmittel gedient haben. Dass ein solcher über 25 Pfennig genau vor 100 Jahren, nämlich am 1. Dezember 1920, auch von der Stadt Friedberg herausgegeben wurde, sollte nicht in Vergessenheit geraten.

Durch die Verknappung des in der Kriegsindustrie gewaltigen Metallbedarfs und die Hortung von Münzen, deren Materialwert höher als ihr Nominalwert geworden war, fehlte es auch an Kleingeld. Man behalf sich mit der Ausgabe sogenannten Notgeldes aus unterschiedlichem Material, hauptsächlich aus Papier, das verschiedene Institutionen, vor allem Kommunen, drucken ließen.

Was konnte man dafür kaufen?

Der Friedberger Schein ist mit der Abbildung des hinteren Burgtores mit dem Adolfsturm schön gestaltet. Gedruckt wurde er von der traditionsreichen Druckerei C. Naumann, einer der großen Druckereien Frankfurts, die sich auf Wertpapiere und Banknoten spezialisiert hatte. Unterzeichnet ist er von dem von 1919 bis 1935 amtierenden Bürgermeister Dr. Ludwig Seyd.

Interessant wäre zu erfahren, was man sich damals für diesen Notgeldschein in Friedberg leisten konnte. Vielleicht kann ja ein geschichtsinteressierter Leser der Wetterauer Zeitung hierzu Näheres mitteilen. Wolfgang R. Schmidt

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